Pressemitteilung

IGMG verurteilt Anschlag in Luxor

17. November 1997

Der Vorstand der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs verurteilt den Terroranschlag im ägyptischen Luxor dem gestern 61 Menschen zum Opfer fielen. Die Tat wurde als Wahnsinnstat bezeichnet, die durch nichts zu rechtfertigen ist. „Die Tat ist nicht nur ein Anschlag auf das Leben unschuldiger Menschen sondern auch ein Anschlag auf die Verständigung der Menschen im Orient und Okzident“ hieß es. IGMG Vorsitzender Yüksel erinnerte an einen Koranvers in dem es heißt „Wer ungerechterweise einen Menschen tötet, ist so als ob er die ganze Menschheit getötet hat und wer einem Menschen das Leben rettet, ist so als ob er der ganzen Menschheit das Leben gerettet hat“.

IGMG Generalsekretär Erbakan sagte, er befürchte, daß dieser Anschlag wie schon frühere zur Stützung des Feindbildes Islam und seiner vermeintlichen Aggressivität herangezogen werden könne, dabei distanzierten sich selbst in Ägypten die meisten Muslime von derlei mit dem Islam nicht zu vereinbarenden Taten eindeutig. Er rief dazu auf, daß solche Untaten nicht zum Anlaß genommen werden sich voneinander abzuwenden, sondern der Ausgangspunkt für einen längst überfälligen politischen Dialog in Ägypten sein sollten. Es hieß „alldenjenigen, die in diesem Anschlag nur ihr vorurteilbehaftetes Feindbild Islam wiedererkennen sei gesagt, daß nicht die Anwesenheit des Islam in Ägypten, diese ist immerhin 1400 Jahre alt, sondern die Abwesenheit von Freiheit, Mitbestimmung, Rechtsstaatlichkeit und der Möglichkeit zu legitimer Opposition die wahren Wurzeln des Übels sind“.