Pressemitteilung

IGMG verurteilt Luftangriffe der USA

23. August 1998

Der Vorstand der IGMG hat in einer Erklärung vom heutigen Tage die Luftangriffe der USA auf Ziele im Sudan und Afghanistan verurteilt und als Willkürakt bezeichnet. Es handele sich bei dem Vorgehen der USA um eine internationale Form der Selbstjustiz, die in keinsterweise konstruktiv sei. Das Vorgehen der USA sei für ein so großes Land unangemessen und trage Zeichen einer vom Gedanken der Rache getragenen blinden Kurzschlußhandlung.

Um der internationalen Sicherheit und Rechtsordnung zu dienen, hätte zweifellos ein anderes Verhalten an den Tag gelegt werden müssen.

Wenn die Urheber der Bombenanschläge in Tansania und Kenia festgestellt wurden, dann hätten diese dingfest gemacht und mitsamt den dazugehörigen Beweisen an ein Gericht zur Aburteilung und Bestrafung überstellt werden müssen. Ein solches Verhalten hätte das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der USA erhöht. Das tatsächliche Verhalten der USA hat jedoch ihre Glaubwürdigkeit weiter gemindert und die Lage weiter angespannt.

Daß die sudanesische Führung im Gegensatz zu den USA wesentlich besonnener reagiere sei offensichtlich. Der Sudan habe nicht dem Beispiel der USA folgend irgendwen angegriffen oder wüste Drohungen ausgesprochen, sondern sich an die UNO gewendet und von dort sowohl eine Verurteilung der Luftangriffe als auch die Aufklärung der gegen den Sudan erhobenen Anschuldigungen verlangt. Mit diesem Verhalten habe der Sudan dem Völkerrecht und der internationalen Rechtsordnung einen Dienst erwiesen.

Der IGMG Vorstand wies daraufhin, daß man die Bombenanschläge in Tansania und Kenia verurteilt habe und betonte nochmals, daß keine Form von Terrorismus mit den Lehren des Islam rechtfertigt werden kann.

Gleichzeitig kritisierte der IGMG Vorstand die türkische Tageszeitung Milli Gazete und einige andere islamische Medien, die ungeprüft und ohne daß sich die gegen Usama bin Laden, dem die Urheberschaft der Bombenanschläge angelastet wird, als unwahr erwiesen haben, für diesen Partei ergriffen haben.