Pressemitteilung

IGMG Vorsitzender begrüßt das Urteil gegen den Mörder von Marwa el-Scharbini

12. November 2009

„Kein Urteil wird Schwester Marwa zurückbringen, kein Urteil dem dreijährigen Sohn seine Mutter ersetzen können“, sagte Karahan. „Aber, die  Höchststrafe, mit der der Mörder nun bedacht wurde, wird den Hinterbliebenen und den mit Schwester Marwa mitfühlenden Menschen zumindest die Genugtuung geben, dass der Täter seine gerechte Strafe erhalten hat. Und dies wird hoffentlich auch den Schmerz der Hinterbliebenen etwas stillen.“

Anlässlich der Urteilsverkündung warnte Karahan vor der Verharmlosung der in manchen Kreisen weiter zunehmenden Islamfeindlichkeit. „Dieses Phänomen hat nichts mehr mit Kritik am Islam zu tun“, sagte Karahan. „Dieser baut auf einen irrationalen Hass gegenüber dem Islam und den Muslimen auf. Wie jeder Fanatismus oder Extremismus, darf auch die Islamfeindlichkeit nicht unterschätzt werden. Der mörderische Hass eines Alex W. ist sicherlich in ihrer Extremität exponiert, aber auch nur die Spitze eines Eisbergs.“

Karahan warnte besonders vor der Stereotypisierung von Muslimen in Politik und Medien. „Wir dürfen diesen Menschen auch nicht noch den ideologischen Unterbau liefern, mit dem sie ihren Hass vermeintlich begründen können“, stellte Karahan fest.

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