Pressemitteilung

IGMG-Vorstand verurteilt israelische Luftangriffe auf den Gaza-Streifen

28. Dezember 2008

Das israelische Vorgehen im Gaza-Streifen ist nicht hinnehmbar. Ohne jede Rücksicht auf Opfer geht Israel gegen die Zivilbevölkerung vor. Wir verurteilen die Angriffe Israels auf das Schärfste und fordern die UNO auf, nicht tatenlos zuzusehen und Israel aufzufordern, ihre unverhältnismäßigen Gewalthandlungen unverzüglich zu beenden.

Seit Jahrzehnten fristet das palästinensische Volk ein Leben unter der israelischen Besatzung. Dabei erfüllt Israel nicht einmal die lebensnotwendigen Aufgaben einer Besatzungsmacht. Systematisch wird das palästinensische Volk in die Verzweiflung getrieben. Noch immer wird Millionen von Flüchtlingen die Rückkehr in ihre palästinensische Heimat verwehrt. Millionen Palästinenser leben wiederum im eigenen Land als Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Verhältnissen. Palästinenser werden enteignet und vertrieben. Jeder berechtigte Protest gegen diese Zustände wird erbarmungslos unterdrückt.

In diese Linie sind die neuesten Angriffe einzuordnen. Die jetzigen israelischen Gewalthandlungen sind nicht die ersten und werden leider nicht die letzten erbarmungslosen Angriffe auf das Lebensrecht der Palästinenser in Palästina sein. Israel muss sich bewusst werden, dass solche Taten das größte Hindernis auf dem Weg zu einem Frieden sind.

Wir fordern das sofortige Ende der israelischen Aggression und warnen vor einem anstehenden Einsatz von Bodentruppen. Dies wird zweifellos zu einem unberechenbaren Anstieg der zivilen Opfer in Gaza führen. Wir beten für die Opfer und bitten für sie um die Barmherzigkeit des Herrn. Möge er den Verletzten zu einer schnellen Genesung verhelfen. Unser Mitgefühl gilt besonders den Hinterbliebenen der Toten, für die dieser plötzliche Verlust sicherlich nur schwer zu ertragen ist.