Gemeinschaft

Informationsveranstaltung zur Hadsch und Umra in Köln

26. April 2011

Die Veranstaltung begann mit einer Eröffnungsrezitation und einer Begrüßungsrede der Jugendleiterin Meryem Saral. Im ersten Teil der Veranstaltung vermittelte die Asienwissenschaftlerin Emine Batin relevante Daten über das Vereinigte Königreich Saudi-Arabien (KFS)- von der Sprache und Lage bis hin zur Währung. Während des Vortrags zeigte Batin verschiedene Fotos über das Land an der Arabischen Halbinsel wie zum Beispiel berühmte Sehenswürdigkeiten und besondere geschlechtsspezifische Möglichkeiten für Pilger wie zum Bespiel Einkaufzentren für Frauen.

Im zweiten Teil referierte die Islamwissenschaftlerin Meryem Özmen zum Thema „Vorbereitung zur Pilgerfahrt“. Sie begann ihren Vortrag mit einer Definition des Begriffes „Hadsch“, was im islamischen Recht Besuchen bestimmter Plätze zu bestimmten Zeiten und die damit verbundenen Praktiken bedeutet. Als Vorbereitungen riet sie ihren Glaubensschwestern unter anderem die reuevolle Hinwendung zu Allah, und Finanzierung der Reisekosten aus halal und rechtmäßigen Quellen. Ferner riet sie, die Absicht zu fassen, die Pilgerfahrt für Wohlgefallen Allahs zu unternehmen. Desweiteren legte Özmen den Anwesenden nahe, sich während der Hadsch nur mit religiösen Pflichten zu beschäftigen und sich vor, während und nach der Reise von jeglicher Streitigkeit und Auseinandersetzung Abstand zu nehmen.

Anschließend begann der Vortrag der Pädagogin Ayse Uygun „Die Durchführung des Hadsch“. Sie erklärte in ihrem Vortrag die elf Stationen der Hadsch, erklärte detailliert den Grund der jeweiligen Vollziehung der Stationen, deren symbolische Bedeutung und den historischen Hintergrund. Bei der darauf folgenden Fragerunde wurden viele Fragen der Teilnehmer beantwortet. Aus den Augen der Teilnehmer las das Organisations-Team ihren Willen und Eifer zur Durchführung der Hadsch im November 2011 ab.

Im nächsten Teil trug die Leiterin der Studierendenvereinigung Sümeyye Aksel einen Vortrag zur „Die Nachbereitung der Pilgerfahrt“. Darin appellierte sie, die Spiritualität der religiösen Praxis auch nach der Hadsch aufrecht zu erhalten. Außerdem empfahl, sie die Reinheit vor Sünden zu bewahren bzw. zu schützen und Glaubensgeschwister zur Hadsch einzuladen. Auch riet sie den Anwesenden, Mitbringsel in Form von Datteln und Zamzam für Freunde und Bekannte mitzubringen.

In der anschließenden Pause wurde für das leibliche Wohl der Teilnehmer gesorgt. Danach führte die Gruppe bestimmte Praktiken der Hadsch durch. So sagten sie gemeinsam „Allahumma Labbayk“ und Bittgebete auf. Anschließend wurde Milch und Zamzam serviert. Die Teilnehmer bekamen ferner Kopftücher für die Hadsch.

Im letzten Teil ging die Medizinerin Tülay Yilmaz auf „Die psychische Entwicklung und die Spiritualität der Pilgerfahrt“ ein. Sie klärte die Anwesenden darüber auf, dass die Kaaba das Zentrum sei und für Energie stehe und, dass die Muslime diese Art von Energie bräuchten, um im Leben wieder auftanken zu können. Ferner erklärte sie, dass das Individuum während der Pilgerreise an der Ordnung Allahs teilnehme. Das Umkreisen der Kaaba stelle das Kreisen der Elektronen und Atome dar. Auch machte sie das Publikum darauf aufmerksam, dass der Mensch die Aufgabe hat, Allah zu dienen und das Bewusstsein dafür durch die Hadsch wiederbelebt und gestärkt werde.

Die Mitwirkenden und die Leitung des Regionalverbandes zeigten sich sehr zufrieden über das Interesse an der Veranstaltung und dem Wissensaustausch und sagten, dass das Bewusstsein und die Motivation für diese religiöse Pflicht zugenommen habe.

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