Pressemitteilung
Wählen gehen, Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen
06. März 2026
„Mehrere Wahlen stehen bevor – und mit ihnen die Verantwortung, Demokratie nicht durch Angstparolen zu beschädigen. Die Islamische Gemeinschaft ruft zu Besonnenheit, klarer Abgrenzung nach rechts und zur Wahlteilnahme auf“, erklärt Ali Mete, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG). Anlass sind anstehenden Wahlen am 8. März 2026 in Baden-Württemberg, am 15. März 2026 in Hessen, am 22. März 2026 in Rheinland-Pfalz sowie Kommunalwahlen in Bayern am 8. März 2026, in Frankreich am 15. und 22. März 2026 und in den Niederlanden am 18.März 2026 . Ali Mete weiter:
„Mit Blick auf die anstehenden Wahlen ruft die Islamische Gemeinschaft alle demokratischen Kräfte zu Verantwortung, sprachlicher Disziplin und gesellschaftlicher Besonnenheit auf. Gerade in den letzten Tagen vor einer Wahl entscheidet nicht nur das Programm, sondern auch der Ton. Wer mit rechtspopulistischen Schlagworten arbeitet, wer Menschen gegeneinander ausspielt oder Ressentiments bedient, mag kurzfristig Aufmerksamkeit gewinnen, trägt aber langfristig dazu bei, dass rechtsextreme Positionen normalisiert werden. Demokratische Parteien dürfen Rechtsextremen nicht Wasser auf die Mühlen tragen, indem sie deren Sprache, deren Feindbilder oder deren kalkulierte Härte übernehmen. Wer Feuer mit Funken bekämpfen will, darf sich nicht wundern, wenn am Ende das Haus der Demokratie brennt.
Wahlen sind kein Nebenschauplatz der Demokratie, sondern ihr friedlicher Prüfstein: Sie legitimieren politische Macht, binden Regierende an den Willen der Bevölkerung und geben dem Gemeinwesen Stabilität. Darum rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Nicht wählen heißt in Zeiten gesellschaftlicher Verrohung allzu oft, anderen das Feld zu überlassen.
Aus islamischer Sicht ist die Verantwortung für das Gemeinwohl kein freiwilliger Luxus, sondern Ausdruck von Gewissen, Gerechtigkeit und moralischer Reife. Wer Einfluss auf das gesellschaftliche Miteinander nehmen kann, sollte sich dieser Verantwortung nicht entziehen. Die Beteiligung an Wahlen ist deshalb nicht nur ein demokratisches Recht, sondern auch eine Form gelebter ethischer Verantwortung für Frieden, Würde und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die Botschaft der Islamischen Gemeinschaft ist klar: Demokratie braucht Beteiligung, Anstand in der Sprache und eine unmissverständliche Abgrenzung gegen jeden Rechtsruck.“











