Pressemitteilung

Islamischer Religionsunterricht in deutscher Sprache

11. November 2001

Der Vorsitzende der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG), Mehmet Sabri Erbakan, widersprach dem türkischen Generalkonsul Sertac Sönmezay, der anlässlich eines Besuchs von NRW Bildungsministerin Gabriele Behler und Sozialminister Harald Schartau behauptete, dass 75 Prozent der in Deutschland lebenden türkischstämmigen Muslime islamischen Religionsunterricht in türkischer Sprache bevorzugen würden.

Erbakan sagte: Nach unseren Erhebungen befürwortet ein Großteil der türkischstämmigen Muslime in Deutschland einen islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache‘, dies sei als Ausdruck ihrer fortgeschrittenen Integration in die deutsche Gesellschaft zu werten.

Der islamische Religionsunterricht in deutscher Sprache richtet sich nicht nur an türkische Schüler, sondern an alle Schüler islamischen Glaubens und soll die jungen Menschen unterstützen, ihren Platz in der Gesellschaft als selbstbewusste deutsche Staatsbürger muslimischen Glaubens einzunehmen, ergänzte Erbakan und sprach sich gleichzeitig dafür aus, dass der muttersprachliche Ergänzungsunterricht für die Vermittlung der türkischen Sprache weitergeführt werden sollte.

Der Bericht des Spiegel widerspricht der langen demokratisch-pluralistischen Tradition dieser Zeitschrift.

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