Gemeinschaft

Islamrat kritisiert den Nachdruck der dänischen Prophetenkarikaturen

04. Februar 2006

In einer Presseerklärung kritisierte der Islamrat den Nachdruck der beleidigenden Prophetenkarikaturen in anderen Zeitungen als ausgesprochen provokativ. Es sei allen Medien klar, dass diese Zeichnungen die religiösen Gefühle aller Muslime zutiefst verletzten, sagte der Vorsitzende der Islamrats, Ali Kizilkaya, und fügte hinzu: „Im Islam ist bereits die Abbildung des Propheten überhaupt nicht statthaft, viel weniger aber in verächtlicher Manier.“

Zugleich stellte Kizilkaya klar, der Islamrat stehe zur Idee der Pressefreiheit. Dies gelte jedoch in Deutschland nur im Rahmen der bestehenden Gesetze. Die Verhöhnung von Glaubensinhalten gehe dagegen eindeutig über das von der Pressefreiheit geschützte Maß hinaus. „Wir sehen, dass gerade in Anbetracht der derzeit ohnehin angespannten Lage, diese, die Muslime und den Islam beleidigenden Veröffentlichungen und die daraus resultierende Diskussion, ausgesprochen dialogstörend und integrationsschädigend sind“, sagte der Islamratsvorsitzende.

Wie auch andere islamische Organisationen in Deutschland hat sich der Islamrat gegen gewaltsame Reaktionen auf die Prophetenkarikaturen ausgesprochen.

Der Vorsitzende des Islamrats sagte: „Wir bedauern, dass im Auslandzum Teil mit Gewalt reagiert wurde. Dies halten wir nicht für ein zulässiges Mittel in einer solchen Auseinandersetzung und lehnen es ab.“ (hv)

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