Gemeinschaft

Kunst und Kultur in der Hamburger Centrum-Moschee

07. Oktober 2012

Mit einer eigenen Kunst-Ausstellung, bei der Kalligrafie, Marmorierung und die Verzierung von Prosa-Werken im Vordergrund standen, punktete die Centrum-Moschee bei ihren Gästen. Besonders die Ausstellung der Hilya al-Scharif, die vor allem Werke zeigt, die einen besonderen Zweig der islamischen Kunst und Literatur darstellen, zog die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.

Auch die Kunst-Ausstellung des muslimischen Marmorierungs- und Dekorations-Spezialisten Lahsen Azougaye war für viele Besucherinnen und Besucher eine angenehme Überraschung. Die Details in den Werken und die vielfältigen Motive und Bearbeitungen faszinierten das Publikum.

Besondere Aufmerksamkeit erlangte auch ein Stand in dem die Ebru-Kunst vorgestellt wurde. Mit der besonders unter Muslimen beliebten Öl-Malerei-Kunst wird Marmorpapier hergestellt. Da man sich an dem Stand der Frauenjugend der Gemeinde auch selbst diese Kunst ausprobieren konnte, war es vor allem oft ein Ziel von Kindern und Jugendlichen.

Die Centrum-Moschee hatte zudem einen großen Bücherstand aufgestellt. Neben zahlreichen Büchern und Werken zum Islam, zur Kunst und Kultur, gab es auch kostenlose Broschüren und Informationsmaterialien speziell für den Tag der offenen Moschee.

Die Gäste hatten die Möglichkeit an zwei Moscheeführungen teilzunehmen. Vor jeder Führung gab es eine musikalische Darbietung mit der Nay-Flöte durch den Imam der Moschee, Osman Çelik.

Außerdem wurde aus dem Koran rezitiert und die Übersetzung der arabischen Verse vorgelesen. Die erste Führung wurde vom zweiten Vorsitzenden der Gemeinde, Ahmet Yazıcı, durchgeführt, der zweite von der Öffentlichkeitsreferentin Özlem Nas. Ahmet Yazıcı und Özlem Nas informierten auf eine gelassene Art und Weise über die Moschee, den Islam und die Muslime in Deutschland. Beide widmeten sich intensiv den vielen Fragen der Gäste und waren vor allem darum bemüht Vorurteile gegenüber dem Islam und den Muslimen abzubauen. Im Anschluss an die Führungen kam man ins Gespräch und hatte als Gast auch die Möglichkeit, dem Gebet in der Moschee zuzuschauen.

Zu den besonderen Gästen des Tages gehörte zweifelsohne eine kleine Gruppe von Pfadfindern, die es sich auch nicht nehmen ließ, die Bewegungen des muslimischen Gebets vorgezeigt zu bekommen und nachzumachen.

Außerdem besuchte der SPD-Bundestags-Abgeordnete von Hamburg Mitte und Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises, Johannes Kahrs, die Moscheegemeinde und drückte seine Freude über das diesjährige Angebot der Moschee und die Offenheit der Gemeinde aus.

Erste Auswertungen der Umfragen aus der Centrum-Moschee zeigen, dass die Besucherinnen und Besucher rundum zufrieden mit dem diesjährigen Angebot waren.

Imam Ramazan Uçar erklärte zum Tag der offenen Moschee: Am Tag der Deutschen Einheit zeigen wir mit dieser Veranstaltung, dass wir ein Teil dieses Landes sind.

Ahmet Yazıcı ergänzte: Unsere Moschee ist eigentlich täglich offen für Jedermann und nicht nur heute. Täglich werden viele Menschen durch unser Gebäude geführt. Es gibt aber Personen, die einen kleinen Schubs und Anlass brauchen um unsere Gemeinde zu besuchen. Da ist der Tag der offenen Moschee auch für uns ein willkommener Anlass.

Der NDR hat für die ARD-Tagesschau die gesamte Veranstaltung in der Centrum-Moschee verfolgt und während des Tages im Fernsehen darüber berichtet.

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