Gemeinschaft

Moscheeeröffnung in Viernheim

06. Juni 2010

Mit den Baumaßnahmen wurden die Nutzungsmöglichkeiten der Moschee und die Anzahl der Lehrräume erweitert. An der Eröffnung nahmen der IGMG-Generalsekretär Oguz Ücüncü, der Viernheimer Bürgermeister Matthias Baaß, der stellvertretende Vorsitzende der Irschadabteilung, Hulusi Ünye, Dr. Abdurrahman Büyükkörükcü, der Regionalverbandsvorsitzende, Yasar Cimsit, IGMG-Gemeindeleiter, DITIB-Gemeindeleiter und Vertreter der Kirchen sowie Nichtregierungsorganisationen Viernheims teil.

Der Gemeindevorsitzende Mustafa Ünlü, der die Eröffnungsrede hielt, begrüßte die Anwesenden und bedankte sich bei denjenigen, die am Moscheebau beteiligt waren.

Anschließend hielt der Regionalverbandsvorsitzende Yasar Cimsit eine Ansprache, in der er die Bedeutung der Moscheen unterstrich und sie als Orte des gegenseitigen Austauschs beschrieb. Auch der Dialog mit der nicht-muslimischen Gesellschaft, der gegenseitige Austausch und die Aufhebung von Vorurteilen finde in den Moscheen statt.

Auch der IGMG-Generalsekretär Oguz Ücüncü richtete das Wort an die Anwesenden. „Vor 159 Jahren wanderten 100 deutsche Familien aus Viernheim aus finanziellen Gründen in die USA aus. Sie kehrten nicht zurück. Unsere Vorfahren kamen aus denselben Gründen nach Deutschland und auch sie kehrten nicht in ihre Heimat zurück. Sie kamen nicht, um hier Moscheen zu errichten, doch sie merkten, dass es einen Bedarf an Gebetsorten gab, wo sie ihre Gebete verrichten konnten. Mit eigenen Mitteln gründeten sie so die ersten Moscheen.“ Ücüncü zeigte sich erfreut über die Anwesenheit des Bürgermeisters Matthias Baaß und betonte, dass es wichtig sei zusammenzukommen und die Probleme in Viernheim gemeinsam anzugehen. Anstatt die IGMG aus Berichterstattungen kennenzulernen, sei es angebrachter, ins Gespräch zu kommen und sich ein eigenes Bild von der IGMG zu machen.

Bürgermeister Matthias Baaß sagte hingegen: „Ich bedanke mich für Ihre Einladung zur Wiedereröffnung der Moschee. Ich nehme mit meinem Kommen Ihre Einladung an, weil ich Ihre Einladung als ein Zeichen des Wunsches nach mehr Integration in unsere Stadt Viernheim verstanden habe, als Ausdruck von bewusster Öffnung Ihrer Vereinigung, als Zeichen des Mitwirken-Wollens in unserer Stadt.

Sie geben mit dieser Einladung an mich und viele weitere Menschen, die in Viernheim aktiv sind, die Botschaft, dass Sie sich als einen Teil dieser Stadt sehen. Das begrüße ich sehr.

Bislang ging es mir so, dass ich nicht so recht wusste, was sich hinter den Mauern verborgen hat. Ich konnte mir kein Bild von dem machen, was hier passiert. Mit Ihrer Einladung haben Sie mir ermöglicht, das zu ändern.“ Zum Abschluss seiner Rede sagte Baaß, dass er die Gemeinde als neuen Partner auf dem Weg der Integration durch Bildung begrüßen würde. (fy)

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