Pressemitteilung

Neun Menschen sterben in einem Wohnhausbrand in Ludwigshafen – 60 Menschen wurden verletzt

04. Februar 2008

Das schwerste Feuer seit dem Zweiten Weltkrieg brach in dem vierstöckigen Wohnhaus am Sonntag gegen halb fünf am Nachmittag aus. Neun Menschen kamen dabei ums Leben, davon fünf Kinder im Alter von 1-10 Jahren. 60 Menschen wurden verletzt, von denen 20 noch am Montag im Krankenhaus behandelt wurden. Die Brandursache ist bisher noch ungeklärt.

Zur Brandzeit befanden sich im Haus mehr Menschen als sonst, da der Ludwigshafener Fastnachtsumzug kurz zuvor an dem Haus vorbeigezogen war. Nach Angaben der Feuerwehr hatte sich der Brand sehr schnell im Haus ausgebreitet. Das Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute Haus bestand innen hauptsächlich aus Holz. Vor allem die brennende hölzerne Treppe verhinderte, dass sich die Bewohner rechtzeitig retten konnten. Die Überlebenden mussten von Balkonen und Fenstern gerettet werden, Kinder wurden in die Hände der Rettungskräfte geworfen, Erwachsene sprangen aus den oberen Fenstern in die Tiefe.

Bisher kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch weitere Tote in dem Gebäude befinden. In Ludwigshafen wurden alle Fastnachtsveranstaltungen abgesagt.

Der Vorsitzende der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) sprach den Hinterbliebenen sein Beileid und bat um die Barmherzigkeit des Herrn für die Toten. „Auch muss besonders den Rettungskräften gedankt werden, die unter Einsatz ihres Lebens den Eingeschlossenen zu Hilfe kamen“, sagte Karahan. Während der Rettungsaktion wurden auch 11 Polizisten und ein Feuerwehrmann verletzt.

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