Gemeinschaft

Oğuz Üçüncü: „Unsere Aufgabe ist, das Wohlgefallen Allahs zu erlangen“

23. Mai 2010

Die Vollversammlung findet zweimal jährlich statt. In diesem Jahr wurde sie in einem Saal der Ruvert Schule gehalten. An der Veranstaltung, die mit einer Koranrezitation begann, nahmen 300 Gemeindeleiter teil. Zunächst wurde die Anwesenheit der Teilnehmer geprüft. Mehmet Erdoğan, der Beauftragte für das Çınar- Bestattungsunternehmen, moderierte die Veranstaltung. Nach der Reihe erhielten alle Abteilungsleiter des Regionalverbands das Mikrofon, um eine kurze Ansprache zu halten und ihre Präsentationen vorzustellen.

Der Vorsitzende der Bildungsabteilung Hüseyin Yanmaz, der Vorsitzender der Irschadabteilung Ahmet Yılmaz, der stellvertretender Vorsitzende für Gemeindeentwicklung Mehmet Yücel, der Sekretär des Regionalverbands  Fuat Nurlu,  der Jugendverbandsvorsitzender Hasan Hüseyin Göğüş, der Gemeindeentwicklungsvorsitzender Tahir Karademir, Vorsitzender für soziale Dienste Fevzi Eker, Vorsitzende des Frauenverbands Özlem Kölü und die Vorsitzende des Jugendfrauenverbands Hatice Eker hielten jeweils kurze Ansprachen, in denen sie die Arbeiten der vergangenen Monate vorstellten.

Der Direktor des Rotterdamer Iskender Paşa El Biruni Internats, Abdulhalim Öner, hielt einen Vortrag. Daraufhin wurde das Mikrofon an den IGMG-Generalsekretär Oğuz Üçüncü weitergegeben. Üçüncü hörte sich erst die Wünsche und Anregungen der Teilnehmer an, bevor er zu seiner Rede überging. Er sagte, dass die IGMG nur versuche, das Wohlgefallen Gottes zu erlangen. Auf Grund dieser Tatsache werde die IGMG vor Hürden gestellt. Üçüncü äußerte zudem, dass die IGMG nicht die Augen vor den Ungerechtigkeiten in Gaza und in der ganzen Welt schließen könne. Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüş sei eine Organisation, die sich für Gerechtigkeit auf der Welt einsetze. Sie sei zudem ein wichtiger und großer Teil dieser Gesellschaft, der nicht ignoriert werden könne. Üçüncü unterstrich, dass Religion für die IGMG nicht bloß ein bedeutungsleerer Begriff sei. Dies sei auch der Grund, weshalb sie kritisiert werde. Die IGMG könne und werde bei Ungerechtigkeiten nicht wegschauen.

Als letzter betrat Mehmet Yaramış die Bühne und machte eine Abschlussbewertung. Yaramış ging auf die Anschuldigungen der Rabobank ein und sagte, dass die Anschuldigungen weder etwas mit der Opfertierkampagne noch mit der Anzahl der Kinder und Jugendlichen zu tun haben, die unterrichtet werden. Das Gründungsmotiv der Gemeinde sei allgemein bekannt und sie hätten keine geheime Agenda – wie behauptet. Yaramış ging desweiteren auf die Wahlen am 9. Juni ein und erinnerte, dass bei den vorherigen Wahlen 200 türkischstämmige in den Gemeinderat geschafft hätten. Er fügte hinzu, dass eine Kommission unter der Leitung von Hasan Hüseyin Göğüş gegründet worden sei, die mit den Parteien bezüglich ihres Parteiprogrammes Gespräche führen und sich für die Interessen der Muslime einsetzen werde. Zum Schluss bedankte er sich bei den diversen Abteilungen für ihre Teilnahme.

Die Veranstaltung endete mit einer Koranrezitation, die von dem Imam der Gemeinde Oss vorgetragen wurde. (ke)  

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