Gemeinschaft

Opfertierkampagne in Indien I- „Majlise Khuddamuddeen International“

10. Dezember 2008

In Indien, in einem Land mit einer Jahrtausende alten Kultur, welche nicht unmaßgeblich vom Islam beeinflusst wurde, dürfen wir dieses Jahr die Opfertierkampagne leiten, welche dort erst zum zweiten Mal durchgeführt wird. Angesichts der Tatsache, dass es zwischen den indischen Muslimen und dem Osmanischen Reich bis zur Gründung der türkischen Republik ein von den indischen Muslimen ausgehendes Interesse für das Osmanische Reich gab. So wurden die Osmanen beispielsweise während des Krimkrieges 1953 von den indischen Muslimen finanziell und ideell unterstützt.

Indien ist ein kulturell und religiös reiches und damit fast schon unweigerlich widerspruchsvolles Land. Es gibt mehr als hundert verschiedene Sprachen, von denen nur 76 offiziell anerkannt sind. So kommt es, dass sich beispielsweise viele Muslime gar nicht verstehen würden, wenn sie nicht Urdu sprechen könnten.

Die Organisation, mit der wir in Indien zusammenarbeiten, heißt „Majlise Khuddamuddeen International“ und baut und betreibt Moscheen und Medressen, unter anderem auch in Großbritannien. Der Führer dieser muslimischen Gemeinschaft, der 65 Jahre alte Moulana Ismail Bhuta, und einige andere junge Männer begrüßen uns am Flughafen von Hyderabad. Ismail Bhuta ist lediglich wegen uns vom 1000 km weiten Gujarat nach Hyderabad geflogen und wird am folgenden Tag wieder abfliegen. Bei einer Einladung zum Essen sprechen wir über diverse Themen, insbesondere über den Sufismus und Imam Rabbani. Am folgenden Tag werden wir mit der Planung der Opfertierkampagne beginnen, die im Hintergrund schon vorbereitet wurde und vielleicht auch Hyderabad etwas genauer kennenlernen. (am)

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