Pressemitteilung

Ramadan ist Ausgewogenheit

08. Juli 2013

„Allah hat die Welt in einem vollkommenem Gleichgewicht erschaffen. Im Koran wird vielfach darauf hingewiesen, etwa in dem Vers: „Und den Himmel hat er hoch gewölbt. Und Er hat die Waage aufgestellt. Damit ihr das Maß einhaltet.“ (Sure Furkân, 55:7-8) Unser Herr, der Beschützer dieses Gleichgewichts, verlangt von uns Menschen, ein ausgewogenes Leben zu führen. In einem anderen Koranvers heißt es: „Und so machten wir euch zu einem Volk der Mitte, auf dass ihr Zeugen für die Menschen seid. Und der Gesandte wird für euch (vor Allah) Zeuge sein…“ (Sure Bakara, 2:143) Ausgehen von diesem Vers sollte uns im Ramadan erneut bewusst werden, dass die Umma eine Gemeinschaft ist, die den mittleren Weg geht, sich von allem Extremen fernhält und gerecht ist.

Indem wir diese Seite des Islams hervorheben, möchten wir die Muslime daran erinnern, in allen Bereichen ihres Lebens ausgewogen zu handeln. Denn in unserer Zeit kann auch uns Muslimen so manches Ungleichgewicht als ausgewogen erscheinen. In vielen Bereichen des Lebens, von unseren Essgewohnheiten bis zu Politik, Kunst und Kultur, von unserem Reiseverhalten bis zu unseren Gottesdiensten, wird heutzutage so manche Unausgewogenheit als selbstverständlich gesehen. Zu unseren Aufgaben als Muslime gehört es, auf Ungleichgewicht hinzuweisen und diesem selbst nicht zu verfallen.

Der Ramadan als Monat der Selbstdisziplin, des Teilens und des stärkeren Miteinanders hilft uns dabei. In diesem Monat widmen sich die Muslime verstärkt ihren Gottesdiensten, und stärken ihre islamische Identität und Kultur. Der Ramadan sollte deshalb als Chance wahrgenommen werden. Seine spirituelle Atmosphäre sollte uns Kraft geben, um unsere Situation zu hinterfragen und unserem Leben neuen Halt zu geben. Wir Muslime sollten den Ramadan also in jeder Hinsicht auf beste Weise zu nutzen versuchen.

In diesem Sinne wünschen wir uns, der Ramadan Anlass für das Ende der Sorgen und Nöte unserer Geschwister und die der gesamten Menschheit sein. Möge er Ungerechtigkeit, Ungleichbehandlung, Krieg und Streit ein Ende setzen. Wir empfehlen unseren Geschwistern, den Ramadan in gebührender Weise zu verbringen und beglückwünschen alle Muslime anlässlich des Beginns dieses gesegneten Monats.“

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