Pressemitteilung

„Ramadan ist eine Art Schule“

05. Mai 2019
Pressemitteilung

„Der Ramadan ist eine Art Schule, in der wir Selbstdisziplin, Geduld, Toleranz und Solidarität lernen“, so Kemal Ergün, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), anlässlich des Ramadanbeginns. Ergün weiter:

„Wir freuen uns auf den Ramadan, den unser Prophet als ‚Monat der Gemeinschaft‘ bezeichnete. Der Ramadan ist eine ganz besondere Zeit, in der wir einen Monat lang auf einige Dinge verzichten, die uns Allah zu jeder anderen Zeit erlaubt hat. Das tun wir mit dem Ziel, unser Bewusstsein als gute Gläuboge zu stärken.

Der Ramadan ist eine Art Schule, in der wir Selbstdisziplin, Geduld, Toleranz und Solidarität lernen. Aber, wie wir alle wissen, hat das Gelernte keinen Nutzen, wenn es nicht gelebt wird. Wenn etwa ein Kind, das im Elternhaus und in der Schule eine gute Bildung und Erziehung genossen hat, nicht danach handelt, hat das Gelernt keine Bedeutung. Daher ist es sehr wichtig, Eigenschaften wie Solidarität, Hilfsbereitschaft und einen guter Umgang, den wir im Ramadan noch stärker pflegen, auch nach dem Ramadan beizubehalten und uns von schlechten Eigenschaften wie übler Nachrede und Lügen fernzuhalten.

Im Ramadan haben wir armen und bedürftigen Menschen Hilfspakete gespendet. Wir werden unsere Geschwister aber auch nach dem Ramadan nicht vergessen und sie mit unserer Fitra-Abgabe und Zakat weiterhin unterstützen.

Im Ramadan werden wir uns stärker unseren Gottesdiensten widmen und unsere Beziehung zu unserem Schöpfer stärken. Wir werden versuchen, das Wort Allahs, den Koran, besser zu verstehen. Besonders wichtig sind auch die nächtlichen Tarâwîh-Gebete, die wir in der Gemeinschaft in einer unvergesslichen Atmosphäre verrichten werden. Nach der Kadr-Nacht hoffen wir, gereinigt von allen Sünden, das Ramadanfest begehen zu können.

In diesem Sinne beglückwünsche ich die gesamte islamischen Welt zum Beginn des Ramadan. Allah ermöglich uns, ihn in bester Weise zu verbringen, um dann das Ramadanfest feiern zu können.“