Gemeinschaft

Ramadanspenden 2010: Grüße aus Mazedonien

19. August 2010

Mazedonien hat eine Einwohnerzahl von 2.250.000 und ist etwa so groß wie die türkische Stadt Konya. Die Hälfte der Bevölkerung ist islamischen Glaubens. Den Großteil der Muslime machen Albaner aus, die mit 25% die größte Minderheit in Mazedonien bilden. Die zweitgröße Minderheit bilden Türken (3,8%). Mazedoniens Währung ist der Denar, wobei 1 Euro ca. 61 Denar betragen.

In den fünf Tagen meines Aufenthaltes hatte ich die Gelegenheit, die Hauptstadt Skopje, Tetova, Komonova und weitere Städte zu besuchen. Die Straßen von Skopje und die Basare erinnern an die Türkei. Türken brauchen sich wegen der Verständigung keine Sorgen zu machen, da der Anteil der Menschen, die türkisch sprechen, sehr hoch ist.

Beim Ausblick auf  Skopje von der zum Schutz errichteten Burg, sind die verschiedenen Moscheen zu sehen, die zur Zeit der osmanischen Herrschaft errichtet wurden. In Mazedonien sind die Spuren der 521-jährigen osmanischen Herrschaft deutlich sichtbar. Türkeireisenden ist eine Autoroute über Mazedonien, bei der sie Skopje besichtigen zu können, wärmstens zu empfehlen.

In Mazedonien gibt es hunderte von hilfebedürftigen Familien. Mit der Hilfe der 1991 gegründeten El-Hilal Organisation verteilten wir 150 Familien Lebensmittelpakete, die Grundnahrungsmittel wie Mehl, Reis und Zucker enthielten.

Beim Verteilen der Spendenpakete wurden wir Zeuge von der misslichen Lage der Hilfebedürftigen. Eine unserer Stationen in Skopje war ein Waisenhaus, wo wir ebenfalls Lebensmittelpakete überbrachten.

In den nächsten Tagen unseres Aufenthaltes suchten wir bis in die späten Abendstunden die bedürftigen Menschen auf-darunter auch in der Stadt Komonova, in der etwa 30.000 Muslime leben.

Unterstützt wurden wir bei unserer Hilfsarbeit insbesondere von dem Vorsitzenden der El-Hilal Organisation, Behicuddin Sehabi.  Er ist bereits seit 1993 an den Spendenaktionen der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş beteiligt.

Während der Mazedonien-Reise wurde mir mehr denn je bewusst, dass wir als Mitglieder der IGMG uns noch mehr anstrengen müssen, um noch mehr notleidenden Menschen helfen zu können. Mit langfristigen Projekten müssen wir ihre Lebenssituation verbessern. Der Ramadan bietet uns eine gute Gelegenheit, um dies umzusetzen.

Ich wünsche ihnen allen einen segenreichen Ramadan. (fy)

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