Gemeinschaft

Regionalverband Nordholland unternahm eine Reise nach Bosnien-Herzegowina

10. Mai 2008

Die Reise, an der insgesamt 53 Personen teilnahmen, begann am 29. April in Amsterdam. Weitere Personen stießen in Amerfoort hinzu. Nach einer 25stündigen Busreise erreichte die Gruppe die Hauptstadt Sarajevo. Während der Fahrt unterhielt Mücahit Batman die Reisenden mit musikalischen Einlagen. Ebenso wurden Wettbwerbe veranstaltet und Lieder gesungen. Dem Reiseziel gemäß wurde während der Fahrt ein kurzer Film über den verstorbenen Präsidenten Bosnien-Herzegowinas, Aliya Izzetbegovic, gezeigt, indem es um sein Leben und sein Werk ging. Nachdem sich die Gruppe in einem Hotel niedergelassen hatte, wurde der Tunnel besichtigt, der den Flughafen mit der sicheren Zone des Landes verbindet und eine große Bedeutung während des Krieges hatte. Danach besuchte die Reisegruppe den Başçarşı-Markt, dem sein osmanischer Baustil erhalten geblieben ist. Nachdem gemeinsam gegessen wurde, besuchte die Gruppe die Moscheen, die von König Fahd und von Malaysia errichtet wurden und verrichteten dort die Gebete.

Am zweiten Tag der Reise wurde die Tekke (eine Art Kloster) von Sarı Saltuk in der Nähe von Mostar besichtigt. Die Atmosphäre in der Tekke, die direkt an der Quelle des Flusses errichtet wurde, war beeindruckend. Von dort gelangt man über den Dubrovnik-Weg zu einem wiederaufgebauten osmanischen Dorf. Nachdem dieses historische Dorf besichtigt wurde, fuhr die Gruppe nach Mostar zu der berühmten Brücke von Mostar und besuchte dort den Friedhof und die Moschee.

Von dort führte die Reise wieder zurück nach Sarajevo. Am darauffolgenden Tag besuchten die Gäste aus den Niederlanden das Grab Aliya Izzetbegovics und beteten für ihn. Zum Freitagsgebet ging es dann zum Freitagsgebet in die Gazi Hüsrev Bey Moschee im Başçarşı-Markt. Am Abend nahmen die Gäste – bei einer Tasse türkisches Kaffe – an einer Veranstaltung der ortsansäßigen Bevölkerung teil.

Am letzten Tag besuchte die Gruppe die Stadt Travnik, aus der 70 Wezire des Osmanischen Reiches stammen. Auf dem Weg dorthin hielt die Gruppe im Dorf Ahmici an, um eine Moschee zu besuchen, in der 150 Muslime eingesperrt und verbrannt wurden. In Travnik wurde die Reisegruppe aus den Niederlanden von einem Bewohner geführt, der zur Zeit des Krieges in die Stadt kam und sich hier schließlich niederließ.

Nach einer langen aber fröhlichen Busfahrt kam die Gruppe dann am 5. Mai wieder in den Niederlanden an. Die Teilnehmer waren sehr glücklich an einer solchen Reise teilgenommen zu haben.

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