Gemeinschaft

Sieger des 22. Koranrezitationswettbewerbs stehen fest

07. April 2010

Der 22. IGMG-Rezitationswettbewerb fand in der Historischen Stadthalle Wuppertal statt. Am Wettbewerb nahmen je vier Finalisten in den Altersgruppen 10-13 und 14-18 teil. Die Wettbewerbsteilnehmer rezitierten Verse aus dem Koran und trugen auswendig gelernte Verse vor.

In der Altersgruppe 10-13 traten Mahmut Büyüker aus Lyon, Mehmet Papak aus Wien, Emre Değer aus Hessen und Yunus Emre Demirci aus Hamburg gegeneinander an. In dieser Alterskategorie konnte Yunus Emre Demirci den ersten Platz für sich entscheiden, während Mehmet Papak den zweiten, Emre Değer den dritten und Mahmut Büyüker den vierten Platz belegten.

Bei den 14 bis 18- Jährigen nahmen Ali Rıza Yaman aus Südholland, Ismail Melih Tuzlacı aus Rhein-Neckar-Saar, Mustafa Yanç aus Berlin und Muhammed Topçu aus Nordbayern am Wettbewerb teil. Hier ging Ali Rıza Yaman als Erster aus dem Wettbewerb hervor. Ismail Melih Tuzlacı wurde Zweiter, während Mustafa Yanç und Muhammed Topçu de dritten und vierten Platz belegten.

Die Veranstaltung begann mit der Koranrezitation des letzten Koranrezitationssiegers, Mustafa Papak aus Wien. Anschließend stellte Ünal Ünalan, der durch das Programm führte, die Jury vor. Dr. Hayrettin Öztürk, Ilhan Tok, der stellvertretender Vorsitzender der IGMG-Irschadabteilung, Hulusi Ünye, der Imam Adem Hendek und der Zweite des weltweiten Koranrezitationswettbewerbs Gürsel Torhan zählten zu den Jurymitgliedern. Während der Veranstaltung rezitierten auch die ehemaligen Wettbewerbsteilnehmer aus dem Koran.

Der Vorsitzende der Irschadabteilung, Ahmet Özden, hielt die Begrüßungsrede. Darin erinnerte Ahmet Özden an den Hadis „Der Nützlichste unter euch ist derjenige, der den Koran lernt und anderen beibringt“ und sagte: „Wir nehmen die Koranrezitationswettbewerbe als Anlass die Botschaften des Korans anderen zu vermitteln, zum besseren Verständnis der Werte, die der Koran vermittelt, beizutragen und zur Praktizierung dieser Werte einzuladen. Wir glauben fest daran, dass ein richtiges Verständnis des Islam nur durch das Verstehen des Koran und der Sunna des Propheten möglich ist.“

Als nächstes hielt Yavuz Çelik Karahan eine Ansprache und wies darin drauf hin, dass Muhammad (saw) während der 23 Jahre seines Prophetenschaft bei der Vermittlung seiner Botschaft großen Schwierigkeiten begegnete. „Wir als muslimische Gemeinschaft streben danach den Koran zu lernen, zu lehren und umzusetzen“, sagte Karahan. Der Koranrezitationswettbewerb sei ein Resultat dieser Bestrebungen. Desweiteren machte Karahan darauf Aufmerksam, wie wichtig es sei am Koran und der Sunna festzuhalten.

Karahan beendete seine Ansprache mit einem Vers aus der Sura Tawba. „Und die Gläubigen, Männer und Frauen, sind einer des anderen Freund. Sie gebieten das Rechte und verbieten das Unrechte und verrichten das Gebet und zahlen die Steuer und gehorchen Allah und Seinem Gesandten. Sie „” wahrlich, Allah erbarmt sich ihrer. Siehe, Allah ist mächtig und weise. (Sure Tawba, [9:71])

Im zweiten Teil des Wettbewerbs hielt der Juryvorsitzende Dr. Hayrettin Öztürk ebenfalls eine Ansprache. Darin ging er auf die Bedeutung der Familie ein und zeigte Lösungswege für die Probleme innerhalb der Familien auf. „Eheprobleme sind menschliche Probleme. Wenn wir uns menschlich verhalten, lassen sich die Probleme lösen. Wir müssen zunächst unseren Pflichten nachkommen.  Denn unsere Ehepartner sind auch unsere Lebenspartner, Leidteilende, Mutter oder Vater unserer Kinder.“

Der Islamratsvorsitzende Ali Kizilkaya gab den Jugendlichen den Ratschlag aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und gab Auskunft über die Debatte um die Deutsche Islamkonferenz. „Den 800 000 muslimischen Schülern in Deutschland ist es nicht möglich islamischen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen zu belegen“, sagte Kizilkaya. In der Islamkonferenz herrsche desweiteren die Auffassung, dass Muslime ein Sicherheitsproblem darstellen.

„Der Islamrat wurde nicht aus den angegeben Gründen von der Konferenz ausgeschlossen. Der Grund hierfür war vielmehr unsere abwehrende Haltung gegenüber einer Einstellung, die die Religiosität der Muslime als ein Problem ansieht“, äußerte Kizilkaya bezüglich der Ausladung des Islamrates aus der Islamkonferenz.

Auch wenn der Islamrat nicht an der Islamkonferenz teilnehme, so seien sie weiterhin offen für den Dialog mit dem Staat. „Wir möchten dieselben Rechte wie andere Religionsgemeinschaften haben.“

Zum Abschluss wurden die Sieger des Wettbewerbs bekannt gegeben und ihre Preise überreicht. Die Veranstaltung endete mit einer Koranrezitation von Ilhan Tok und einem abschließenden Gebet von Hulusi Ünye. (fy)

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