Pressemitteilung

Solidarität mit dem palästinensischen Volk – Ergün: „Wir dürfen die Menschen in Gaza nicht aus den Augen verlieren.“

27. November 2014

„Die Menschen in Gaza leben immer noch in menschenunwürdigen Verhältnissen und unter ständiger Todesangst“, erklärt Kemal Ergün, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), anlässlich des Internationalen Tags der Solidarität mit dem palästinensischen Volk am 29. November, das seit 1974 begangen wird. Ergün weiter:

„Zweifelsohne wird das Jahr 2014 mitunter in Erinnerung bleiben mit der Militäroffensive Israels in Gaza. Tausende Tote, darunter viele Zivilisten, Frauen und Kinder ist die Bilanz eines sinnlosen Krieges, dass nur Leid und Unheil gebracht hat aber keinen Frieden für die Region. Ganz im Gegenteil, wie die jüngsten Vorfälle um die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg zeigen. Die Fronten sind verhärtet wie nie zuvor.

Hinzu kommt die andauernde völkerrechtswidrige Siedlungspolitik Israels. Dabei erinnert der ‚internationale Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk‘ am 29. November schon seit vier Jahrzehnten an den UNO Teilungsplan für Palästina in zwei Staaten. Davon ist man weit entfernt.

Es ist an der Zeit, dass sich die Weltgemeinschaft aktiver um eine friedliche Lösung in der Region einsetzt. Das kann nur gelingen, wenn Palästina als vollwertiges UNO-Mitglied anerkannt wird und Israel bei Zuwiderhandlungen gegen das Völkerrecht sanktioniert wird, wie es die Regularien vorsehen. Es kann und darf nicht sein, dass die Weltgemeinschaft untätig bleibt, obwohl elementarste Menschenrechte verletzt werden. Da muss die UNO entschiedener und entschlossener handeln. Es stünde ihr gut zu Gesicht, wenn sie sich ein Beispiel an Schweden nimmt, der Palästina zuletzt offiziell als Staat anerkannt hat.

Wir dürfen nicht vergessen, dass die Menschen im Gaza nach wie vor in einem Freiluftgefängnis leben. Sie sind isoliert, leben teilweise unter menschenunwürdigen Verhältnissen. Selbst humanitäre Hilfslieferungen werden nicht zugelassen. Das ist kein Zustand, den wir mit unserem Verständnis von einem würdevollen Leben vereinbaren können. Daraus folgt, dass wir nicht tatenlos zuschauen dürfen.“

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