Gemeinschaft

Start der IGMG- Opfertierkampagne

13. Dezember 2005

Die Opfertierkampagne der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs läuft in vollem Gange. Die Opfertierkampagne kommt besonders Muslimen in Naturkatastrophen- und Kriegsgebieten und Menschen in Hungersnot zugute. Diese Kampagne dient zur Unterstützung der Bedürftigen während des ganzen Opferfestes. Die Kampagne breitet sich wie im letzten Jahr über die selben 65 Länder und Regionen aus.

Die Abteilung für soziale Dienstleistungen der IGMG setzte den Wert eines Opfertieres genauso wie im Vorjahr auf 100 Euro fest.

Damit das Schlachten und Verteilen der Opfertiere vor Ort und Stelle zügig ausgeführt werden kann, werden weiterhin Beauftragte bestimmt. Die Auswahl findet in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Regional-

und Moscheeverbänden statt. Bevor die ausgewählten Beauftragten dann ihre Arbeit vor Ort aufnehmen, kommen sie in der IGMG Zentrale zusammen, um Informationen über die Kampagne und Landeskunde für die jeweiligen Länder zu erhalten. Frühere Beauftragte teilen außerdem ihre Erfahrungen über die verschiedenen Länder mit. Dies ist für den Erfahrungsaustausch von großer Bedeutung.

Während die Zahl der Tiere sich auf die aktuelle Lage der verschiedenen Länder bezieht, haben die Katastrophengebiete den Vorrang. Letztes Jahr ging daher ein großer Anteil an die vom Tsunami betroffenen Gebiete Banda Aceh in Indonesien und Sri Lanka. Dieses Jahr erhalten die Gebiete Kaschmir und Pakistan besondere Zuwendung, da sie vom Erdbeben betroffen sind. Die Menge der Tiere für die jeweiligen Gebiete bezieht sich demnach auf den Bedarf, und nicht auf die Fläche der Länder. Die in der Türkei gesammelten Opfertiergaben werden daher im eigenen Land wegen des großen Bedarfs, der durch die wirtschaftlichen Unausgeglichenheiten und Krisen und die Katastrophen entstanden ist, verteilt.

Außerdem wird im hungernden Sudan, in Eritrea, in Äthiopien, in Somalia, in Tschetschenien und im Irak Hilfe geleistet. Es werden in vielen verschiedenen Ländern und Gebieten Opfertiergaben verrichtet, um das Einheitsgefühl der Ummah, die Brüderlichkeit und die Solidarität zu stärken. Im Rahmen der Unterstützung der Benachteiligten und Hilfedürftigen werden außerdem in der Zeit des Opferfests Betroffene mit dem Zakat-und Fitrafond und dem Solidaritätsfond versorgt. Aus diesem Grund kommen diese Hilfen neben den Flüchtlingslagern und Waisenhäusern auch ärmeren Familien zugute. So werden etwa Polikliniken errichtet, Quellen für sauberes Trinkwasser ausgegraben, Wasserleitungen hergestellt oder andere humanitäre Bedürfnisse gedeckt. (ab)

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