Frauenjugendorganisation

Start des Projektes „Fit 4 Life“

18. Mai 2008

Das Ziel des Projektes ist es, die Jugendlichen zum Nachdenken, zu Kreativität und Aktivität anzuregen. Durch „Fit 4 Life“, an dem sich die Jugendlichen der Regional- und Ortsverbände beteiligen werden, soll eine Antwort auf die Frage gesucht werden, wie ein Jugendlicher mit einer muslimischen Identität und trotz vieler Probleme und Vorurteile in Europa leben kann.

Den Jugendlichen soll geholfen werden, sich Gedanken zu machen und diese besser auszudrücken. Weiterhin gehört es zu den Zielen des Projektes, eine islamische Sichtweise auf die Dinge zu entwickeln, kritisch bzw. selbstkritisch zu sein, eine Perspektive zu gewinnen und sich somit zu einem nützlichen Mitglied der Familie, Gesellschaft und Umma zu entwickeln.

Das Projekt umfasst sieben Stationen und dauert fünf Stunden. Jeder der sieben Gruppen besteht aus 5 Mitgliedern, wobei jede Gruppe einen Leiter und einen Sprecher hat. Insgesamt dürfen an diesem Projekt 43 Personen teilnehmen.

Zu den Themen der sieben Stationen, die entsprechend dem Motto des Projektes – „Fit 4 Live“ – ausgesucht wurden, hat die Jugendkommission der IGMG-Frauenabteilung je ein Plakat entworfen, die als Ausgangsbasis dienen sollen.

Zu den pädagogischen Voraussetzungen der einzelnen Stationen zählt, dass die behandelten Themen die Teilnehmer zu eigenen Gedanken führen müssen und keine Vorgaben gemacht werden. Die Jugendlichen sollen aktiv arbeiten und ihre Gedanken austauschen. Auf diese Weise sollen sie motiviert werden und Selbstvertrauen entwickeln.

Die Titel der Stationen sind wie folgt:

1. „Reise zu mir selbst“: Die Jugendlichen sollen überlegen, mit welchen Problemen sie während ihrer Identitätsfindung konfrontiert werden. Jede Teilnehmerin soll ihre eigenen Antworten suchen und aufschreiben.

2. „Was sind meine Werte? Was bin ich wert?“: Die Teilnehmerinnen überlegen, was die grundlegenden charakterlichen Eigenschaften eines Muslims sind. Davon ausgehend sollen sie erkennen, was ihre Werte sind, insbesondere vor dem Hintergrund, dass sie in einer pluralistischen Gesellschaft leben. Es soll ermittelt werden, welche Werte den Muslim zum Muslim machen.

3. „Der beste unter euch ist derjenige, der den anderen am nützlichsten ist.“: Hier soll das Bewusstsein entwickelt werden, dass es eine religiöse Pflicht ist, den anderen Menschen nützlich zu sein und dies zu den Bedingungen gehört, ein guter Muslim zu sein. Die Jugendlichen sollen motiviert werden, „sich nützlich zu machen“.

4. „Was ist die Prüfung des Muslims?“: Dies wird auf einem Plakat in Form einer Diskussion via MSN dargestellt, bei der Antworten auf Fragen wie „Wie kann ich Hindernisse überwinden?“ gegeben werden.

5. „Ich und meine Gesellschaft“: Wie ist meine Auffassung der Gesellschaft, in der ich lebe? Wo ist mein Platz in dieser Gesellschaft? In dieser Station soll über das Bild muslimischer Jugendlicher in Medien diskutiert werden. Es soll überlegt werden, welches Bild der Gesellschaft man hat und wie man der Gesellschaft nützlich sein kann. Ferner sollen die Erfordernisse der Tatsache, dass man – anders als die erste Generation der Migranten – in diesem Land geboren und aufgewachsen ist, erörtert werden.

6. „Was in diesem Projekt ausgelassen wurde“: Die Teilnehmerinnen sollen die Lücken des Projektes schließen. Es soll die Frage beantwortet werden, welche Station man selbst noch hinzugefügt hätte.

7. „Die Stufen zum Paradies“: Hier geht es darum, sich Gedanken über den Verlauf des Lebens und insbesondere der Lebensweise, die mit dem Paradies belohnt wird, zu machen.

Wie wird vorgegangen?

Die fünf Teilnehmer und der Gruppenleiter einer Station beginnen mit dem ersten Gong die siebenminütige Arbeitsphase und diskutieren das Thema, dass für die Station vorgesehen ist, wobei sie ihre Gedanken auf das Plakat niederschreiben. Nach dem zweiten Gong haben die Teilnehmer 1,5 Minuten Zeit, die Gedanken, die sie für sich selbst als wichtig betrachten, gesondert zu notieren. Nach dem dritten Gong wird die erste Station beendet und die nächste begonnen.

Der Vortrag der Ergebnisse

Den Teilnehmerinnen werden Schilder ausgeteilt, auf die sie, zusammen mit einem ihnen unbekannten anderen Teilnehmer, das Endergebnis der Stationen aufschreiben sollen. Dann werden die Schilder für sieben Minuten hochgehoben, so dass die Teilnehmerinnen, die dieselben Ergebnisse haben, je eine Gruppe bilden können.

Gruppenarbeit

Diese Gruppen beginnen anschließend mit der Gruppenarbeit und versuchen, ausgehend von ihren Ergebnissen, praktische Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Bewertung der Ergebnisse

Zuletzt beurteilen zwei ausgewählte Teilnehmerinnen, die Vorsitzende der Jugendabteilung des jeweiligen Regionalverbandes und die Gruppensprecherin die Ergebnisse und begründen ihre Ansicht.