Gemeinschaft

Studierende kamen beim mehrtägigen IGMG-Seminar zusammen

09. Februar 2011

Auf dem mehrtägigen Seminar standen diesmal unter anderem auch Osmanisch und Geschichte auf dem Lehrplan. Darüber hinaus gab es Präsentationen der Studierenden, Filmabende und eine Fahrt zur IGMG-Buchhandlung in Köln. Der IGMG-Vorsitzende Yavuz Çelik Karahan, der Generalsekretär Oğuz Üçüncü und der Jugendvorsitzende Mesud Gülbahar gehörten zu den Gastrednern. Die Seminare für Studierende werden seit Dezember 2008 angeboten und hatten in diesem Jahr ein ausgefülltes Programm.

Im Osmanisch-Seminar, das von Mehmet Küçükerdoğan geleitet wurde, arbeiteten die Teilnehmer mit dem Lehrbuch Hayati Develis. Im Ömer Nesefi-Akaid-Seminar übersetzten die Teilnehmer den Originaltext und arbeiteten sich so in die Materie ein.

Im Geschichtsseminar behandelten die Teilnehmer unter der Leitung des Vorsitzenden der Studentenabteilung Celal Tüter die Aufsätze „Die Weltordnung im 19. Jahrhundert und das Osmanische Reich“ von Avigdor Levy (1983) und „Osmanische Gelehrte und Neuerung des Militärs durch Sultan Mahmud II.“

Dücane Cündioğlu Seminar lagen die Bücher „Kunstgeschichtliche Grundbegriffe“ von Heinrich Wölfflin und „Ikonographie und Ikonologie“ von Erwin Panofsky (1936) zugrunde. Cündioğlu ging auf die verschiedenen Kunstepochen ein und erklärte wodurch sich diese voneinander unterscheiden und unter welchem religiösen, politischen, und wissenschaftlichen Einfluss sie entstanden sind.

Er verglich insbesondere die Kunstepochen Klassik und Barock miteinander. Um die Unterschiede zu verdeutlichen, verwendete er Gegensatzpaare wie Idealismus-Realismus, Ordnung-Unordnung, Form-Inhalt, Detail-Ganzes, Statisch-Dynamik, Altbekanntes-Neues, Fikh-Tasawwuf.

Wölfflin zufolge habe jedes Jahrhundert eine Klassik- und Barock-Periode. Doch was zunächst dem Barock zugeordnet wird, könne später der Klassik zugeordnet werden. Cündioğlu begann mit Leonardo das Vincis Abendmahl und interpretierte weitere Kunstwerke aus der Epoche. Bei der Interpretation ging er auf die Einflüsse des gesellschaftlichen und politischen Umfelds dieser Zeit ein, wie etwa die wissenschaftlichen Entwicklungen, (Physik und Anatomie), die Kriege, Französische Revolution, und die Entstehung der Bourgeoisie.

Ibrahim Zeyd Gerçik hielt ein Seminar über den osmanischen Architekten „Mimar Sinan“, der die Süleymaniye-Moschee in Istanbul entworfen hat. Gerçik wies darauf hin, dass dem Erfolg der Osmanen Eigenschaften wie Wissen, Ethik, Loyalität, Gerechtigkeit und Vertrauen zugrunden lagen. Dies ginge aus vielen Quellen hervor. Am Beispiel von Mimar Sinans Bauwerk Süleymaniye werde das Streben der Osmanen deutlich, das Bestmögliche aus sich herauszuholen.

In seinem zweiten Seminar „Kommunikationspsychologie und Human Ressources“ legte Gercik unter anderem die Methoden dar, die zu einer offenen Kommunikation innerhalb der Familie führen.

Zum Abschuss des neuntägigen Seminars hielt der IGMG-Vorsitzende Yavuz Çelik Karahan eine Rede, in der er den Studierenden seine Unterstützung aussprach. (fy)

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