Gemeinschaft

Tag der Menschenrechte: Das Recht auf Leben steht über allen Interessen

09. Dezember 2013

„Die im Jahre 1945 gegründeten Vereinten Nationen (UN) verkündeten 3 Jahre später die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Die aus 30 Artikeln bestehende Erklärung wurde nach dem 2. Weltkrieg mit der Absicht des Schutzes der individuellen Grund- und Freiheitsrechte verfasst. In Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschrechte findet sich folgender Passus: „šLeben, Freiheit und individuelle Sicherheit ist das Recht eines jeden.‘ Seit der Verkündigung der Erklärung im Jahre 1948 sind 65 Jahre vergangen. Dennoch ist es nicht gelungen, das grundlegendste aller Menschenrechte, das Recht auf Leben, zu etablieren. Dies stimmt uns sehr traurig.

Die aktuellen Vorgänge in Syrien und Myanmar sind konkrete Beispiele dafür, wie Menschen das Recht auf Leben genommen wird. Nach dem Bericht, den die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte veröffentlichte, haben seit Beginn der inneren Kämpfe bis heute insgesamt 128.835 Personen ihr Leben verloren. In dem Bericht heißt es zudem, dass vom vergangenen November bis heute 2.583 Personen getötet wurden, davon 1.920 Zivilisten.

Die Gewalttaten buddhistischer Banden gegen die Rohingya-Muslime, denen die myanmarische Regierung keine gleichwertige Staatsangehörigkeit zuerkennt, haben vielen Menschen das Leben gekostet, viele wurden vertrieben. Fortdauernde unmenschliche Vorgänge wie willkürliche Festnahmen und Raub, Zwang zur Abwanderung, Folter und Vergewaltigung sind konkrete Zeichen dafür, dass wir im 21. Jahrhundert auf dem Gebiet der Menschenrechte nicht besonders weitgekommen sind.

Der Widerstand gegen die Verletzung von Menschenrechten und der Schutz gemeinsamer Werte sind Aufgabe der gesamten Menschheit. Hierzu ist es notwendig, einen starken und entschlossenen Willen zu zeigen. Kein Interesse irgendeines Landes steht über dem Recht auf Leben, so dass keinem einzigen Menschen dieses Recht genommen werden darf. Wenn wir wollen, dass das 21. Jahrhundert ein Jahrhundert wird, in dem die Hoffnungen der Menschheit aufblühen und Ruhe und Frieden herrschen, dürfen niemandem die grundlegenden Menschenrechte vorenthalten werden. Dafür ist es aber notwendig, dass alle gemeinsam aktiver werden. Ich wünsche mir zum Tag der Menschenrechte, dass eine lebenswerte Welt aufgebaut wird, die der Würde des Menschen gerecht wird.

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