Gemeinschaft

Treffen der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Opfertierkampagne

15. Januar 2008

Bei einer zweitägigen Veranstaltung in Kerpen, an der alle ehrenamtlichen Mitarbeiter der Opfertierkampagne teilnahmen, wurde die diesjährige Aktion der IGMG ausgewertet.

Der Vorsitzende der Abteilung für Soziale Dienste, Ali Bozkurt, eröffnete die Veranstaltung und berichtete, dass bei der Opfertierkampagne 2007 73 938 Opfertierspenden gesammelt wurde, womit 88 889 Opfertiere aufgekauft und in Afrika, Asien, Südosteuropa sowie Lateinamerika geschächtet und verteilt wurden. Bozkurt, der die Opfertierkampagne als Gottesdienst mit weltweitem Ausmaß beschrieb, sagte: „Mit dieser Organisation wurden bedürftige Menschen in 73 Ländern und Regionen erreicht. Doch dies konnte erst durch den Einsatz von 199 ehrenamtlichen Mitarbeitern, die bei Wind und Wetter ihre Aufgaben wahrgenommen haben, ermöglicht werden. Unter den Zielgebieten der diesjährigen Kampagne befanden sich dieses Jahr zum ersten Mal die Staaten Burundi, Dschibuti, die Komoren, Thailand, Burma und Indien.“

An der Veranstaltung nahm auch der Vorsitzende der IGMG Yavuz Çelik Karahan teil. Karahan begrüßte die Teilnehmer und bedankte sich für die gewissenhafte Durchführung der Kampagne. Er bezeichnete die Opfertierkampagne als eine Aktivität, bei der sich die Menschen – am Tag des Opferfestes – auf der ganzen Welt gegenseitig kennenlernen können und betonte die Wichtigkeit einer solchen Organisation. „Durch diese Organisation konnte das Opferfleisch auf eine seinem Sinn entsprechende Weise den armen und bedürftigen Menschen gespendet werden. Wir sehen auch, dass der Gottesdienst des Opferns in einigen Gebieten der Welt fast in Vergessenheit gerät. So werden diese Menschen durch unsere Kampagne an diese Aufgabe erinnert.“, sagte Karahan.

Während des Treffens berichteten die Mitarbeiter über ihre Aktivitäten und erzählten von ihren Erlebnissen. Sie informierten die übrigen Teilnehmer über die soziale und wirtschaftliche Lage des betreffenden Landes und legten dar, welche anderen Projekte in Angriff genommen werden könnten.

Die anwesenden Freiwilligen gaben kurz ihre Eindrücke wieder. Der Koordinator der Hilfsgruppe in Pakistan berichtete von Menschen, deren Nahrung aus gekochten Blättern besteht und fügte folgendes hinzu: „Vor allem die Menschen mit geringem oder sogar gar keinem Einkommen gehören zu denen, die von der politischen Krise betroffen sind. Eine gerechte Verteilung, Beständigkeit und Frieden würde in erster Linie diesen Menschen zu etwas Wohlstand verhelfen.“

Währenddessen berichtete Lütfi Akça, der in Burundi tätig war, von folgendem Erlebnis: „In einem Gefängnis, dass wir besuchten, erfuhren wir, dass wir die ersten weißen Muslime sind, die diese Menschen sahen. Wir sind sehr glücklich, eine solche Erfahrung gemacht zu haben.“ In gleicher Weise legte Metin Kundakçı dar, wie sie die Opfertierspenden an Waise im Tansania verteilten.

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