Pressemitteilung

Unzumutbare Plakataktion „Vermisst“ stoppen – IGMG unterstützt Berlin und Bonn

17. September 2012

„Ja, es ist unzumutbar, wenn auf großflächigen Plakaten Teile unserer Gesellschaft in die Nähe des Radikalismus und Terrors gerückt werden, so als seien sie in einem besonderen Maße gefährdet, vom rechten Weg abzudriften. Wer solche Ängste verbreitet, kann nicht gut beraten sein.

Es zeugt zudem nicht von Größe, dass sich das Bundesinnenministerium stur zeigt und an der Kampagne weiterhin festhält. Seit der Vorstellung der Plakate hagelt es Kritik von allen Seiten. Trotzdem hält das Ministerium an der Plakataktion fest und zeigt leider weiterhin keine Einsicht.

Die Vorbehalte in der allgemeinen Öffentlichkeit, insbesondere die breite und von allen Facetten der muslimischen Community geäußerte Kritik hat gezeigt, dass offensichtlich nur das BMI keinen Generalverdacht in dieser Kampagne sieht. Dies zeigt einmal mehr, dass es im BMI beim Blick auf die muslimische Minderheit in Deutschland einen ernsthaften Perspektivwechsel braucht. Mit dieser uneinsichtigen Haltung stellt das BMI lediglich unter Beweis, dass es hier nicht um die Sache geht, sondern einzig und allein darum, den eigenen Willen durchzusetzen, koste es, was es wolle.“

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