Pressemitteilung

Urteil zum Schächten wichtiger Schritt zur Integration des Islams

15. Januar 2002

Sehr erfreut zeigte sich der Vorsitzende der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG), Mehmet Sabri Erbakan, über die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, nach der künftig Muslime Tiere ohne vorherige Betäubung schlachten dürfen.

Erbakan sagte: „Das Bundesverfassungsgericht musste sich erstmals mit der Frage der Integration der islamischen Gebote in das deutsche Rechtssystem befassen“. „Diese Entscheidung zeigt deutlich, dass das Verfassungsgericht im Gegensatz zu vielen Politikern die muslimische Präsenz in Deutschland wahrgenommen hat“. „Das Urteil beendet nicht nur die Benachteiligung der Muslime in diesem Bereich, es bedeutet auch die Gleichbehandlung der Muslime mit den anderen Religionsgemeinschaften“.
Erbakan wies darauf hin, dass solche Begehren deutlich zeigen, dass Muslime in die Gesellschaft integriert sind und Deutschland als ihre Heimat betrachten. Man könne nur hoffen, dass Politiker diese Entscheidung aufgreifen und entsprechende Maßnahmen zur Integration des Islams in die Wege leiten.

„Die Religionsfreiheit wird auch von uns nur innerhalb der verfassungsmäßigen Schranken gefordert, wie dieses Urteil zeigt, sind diese aber wesentlich weiter, als sie gemeinhin von der Exekutive angenommen werden“, sagte Erbakan zuletzt.