Gemeinschaft

Vorbildliches Verhalten der Moscheegemeinde Jenbach Sultanahmet

21. Januar 2006

In ihrer diesjährigen Opfertierkampagne erzielte die Sultanahmet Moscheegemeinde AIF Jenbach vollen Erfolg und übertraf alle Erwartungen. Die Gemeinde gab sich aber damit nicht zufrieden und half außerdem den Muslimen in Österreich, die Schwierigkeiten beim Schächten und Verteilen der Opfertiere hatten. Die Moscheegemeinde gab am Opferfesttag bekannt, dass die Verteilung der Opfertiere einheitlich stattfinden würde.

Der Vorsitzende der Moscheegemeinde, Yilmaz Akin, berichtete darüber und sagte: „Die schächtenden Muslime in Österreich haben Schwierigkeiten, die Bedürftigen ausfindig zu machen. Wie ja bekannt ist, soll man das Opferfleisch in drei Teile teilen. Ein Teil kommt den Armen zugute, ein anderer den Nachbarn und Besuchern und der letzte Teil gehört der Person selbst. Wir haben uns um die Verteilung des Fleisches an Arme gekümmert und stellten zunächst insgesamt 66 Bedürftige fest. Diese waren Flüchtlinge aus verschiedensten Ländern. Wir übergaben diesen Flüchtlingen, die aus den Ländern wie Türkei, Irak, Afghanistan, Nigeria, Russland, Tschetschenien, Iran, Aserbaidschan, Somalia, Pakistan, Syrien, Georgien, Simbabwe, Kosovo geflohen sind. Obwohl nicht alle Muslime waren, verteilten wir jedem von ihnen Opfergaben ohne irgendjemanden auszusondern. Wir danken allen, die uns ihre Opfergabe gegeben und die die Kampagne unterstützt haben.“

Während der von der Moscheegemeinde Brixlegg mitunterstützten Kampagne wurde man auf die Worte der Flüchtlinge aufmerksam. Diejenigen, die nie in ihrem Leben Opferfleisch gegessen hatten, fragten, was ein Opfer ist und warum sie ohne Gegenleistung Fleisch von den Muslimen bekamen. Nachdem man sie darüber aufklärte, zeigten sie sich gerührt und bedankten sich. Ein afghanischer Flüchtling verstand zunächst nicht, dass man ihm Opferfleisch gab. Aufgrund der schweren Verständigung erkannte er sehr spät, dass wir Muslime sind und ihm Opferfleisch überbrachten. Schließlich nahm er mit Segenswünschen und Bittgebeten an die verteilenden Muslime die Gabe an.

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