Pressemitteilung

Wir verurteilen die Angriffe gegen die Muslime in Burma und rufen die UNO zum Einschreiten auf

05. Juli 2012

„Die Angriffe auf die muslimischen Rohingya aus der Provinz Arakan in Burma haben erneut unsere Befürchtungen über die Situation der dort lebenden Muslime verstärkt. Wir fordern von der Regierung Burmas, diese Vorfälle zu verhindern und durch die aktive Mitwirkung der Organisation der Islamischen Konferenz sowie der Vereinten Nationen den Muslimen in Arakan ihre Grundrechte, insbesondere ihr Recht auf Staatsangehörigkeit, zurückzugeben.

Die Regierung von Burma muss Änderungen im Staatsangehörigkeitsrecht vornehmen, das im Jahre 1982 eingeführt wurde und ihren Verpflichtungen gemäß den internationalen Abkommen nachkommen, sodass die Rohingya in ihre Heimat zurückkehren können. Damit die Unruhen ein Ende finden, müssen den Rohingyas nicht nur ihre Ausweise zurückgegeben werden.

Es muss ihnen auch erlaubt werden, Moscheen, Korankurse, Schulen und Arbeitsstellen zu errichten. Des Weiteren muss das Heirats- und Reiseverbot aufgehoben und zuvor beschlagnahmte Gotteshäuser und andere Grundstücke zurückgegeben werden. Auch die Arbeiten der Hilfsorganisationen dürfen nicht verhindert werden. So haben sie die Möglichkeit, den Rohingyas, die aufgrund der Auseinandersetzungen fliehen mussten, Hilfsgüter zukommen zu lassen und die verursachten Verwüstungen zu beseitigen.

Weiterhin verurteilen wir das Einreiseverbot der Regierung von Bangladesch für muslimische Rohingyas, was dazu führte, das die Menschen zurück in das Gefahrengebiet reisen mussten.

Wir rufen ferner die thailändische und indonesische Regierung dazu auf, die Rohingyas, die mit ihren Booten und Schiffen hier Zuflucht suchen, nicht nach Burma zurückzuschicken.“

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