Pressemitteilung

Wir verurteilen die Hinrichtung Abdulkadir Mollas und sprechen der Bevölkerung Bangladeschs unser Beileid aus

13. Dezember 2013

„Als das Urteil vollstreckt werden sollte, ohne die Revisionsfrist abzuwarten, kam es zu internationalen Protesten, woraufhin der Vollzug der Hinrichtung um einen Tag verschoben wurde. Der Revisionsantrag wurde dann innerhalb weniger Stunden zurückgewiesen; unter Missachtung eines vorliegenden Antrags auf Aufschub wurde der Hinrichtungsbeschluss kurzerhand bestätigt.

Die gänzlich für Propagandazwecke inszenierte Gerichtsverhandlung basierte auf 40 Jahre zurückreichende Anschuldigungen. Die Beweislage erschöpfte sich in der Aussage eines einzigen Zeugen.

Trotz der noch vorhandenen zweiwöchigen Frist für einen Begnadigungsantrag wurde das Todesurteil noch am selben Tag vollstreckt. Damit wurde nicht nur gegen geltendes Recht im Inland, sondern auch gegen internationale Rechtsnormen verstoßen.

Die Hinrichtung Abdulkadir Mollas ist im Wesentlichen gleichbedeutend mit der Exekution rechtstaatlicher Grundsätze. Es ist eine menschliche Pflicht, gegen die Hinrichtung Abdulkadir Mollas, die jeglicher Rechts- und Beweisgrundlage entbehrt, zu protestieren und dazu aufzurufen, das Regime in Bangladesch zu verurteilen.

Für Molla bitten wir um Allahs Gnade, und sprechen seiner Familie, den ihn liebenden Menschen und dem Volk von Bangladesch unser Beileid aus. Wir hoffen, dass das Regime in Bangladesch so schnell wie möglich von seinen falschen Schritten abkehrt, die zu einem Bürgerkrieg führen und noch viel mehr Menschen das Leben kosten könnten.“

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