Pressemitteilung

Die Destabilisierung der Balkanregion muss verhindert werden!

13. Dezember 2021
Pressemitteilung

„Die Lage auf dem Balkan ist besorgniserregend. Die internationale Staatengemeinschaft muss einschreiten“, erklärt Kemal Ergün, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), anlässlich der Ankündigung des serbischen Regionalparlaments in Bosnien, sich vom Zentralstaat Bosnien abzuspalten. Kemal Ergün weiter:

„Die Provokationen der Nationalisten im serbischen Regionalparlament in Bosnien haben ein Stadium erreicht, das nicht mehr ignoriert oder kleingeredet werden kann. Eine weitere Zuspitzung darf nicht zugelassen werden. Die internationale Staatengemeinschaft ist dringend aufgefordert, aktiv zu werden und die Destabilisierung der Region zu verhindern.

In der Pflicht steht auch der Hohe Repräsentant der Vereinten Nationen für Bosnien-Herzegowina. Er muss sein Mandat ausschöpfen, deeskalierende Maßnahmen eingreifen und den Friedensimplementierungsrat über die Vorgänge unterrichten. Hierfür hat er durch das Dayton-Abkommen ein ausreichendes Mandat. Des Weiteren sollte die Europäische Union das serbische Mitglied im bosnischen Staatspräsidium zum Einlenken auffordern und diesen zur Beendigung seiner separatistischen Agenda drängen.

Beim Krieg vor 30 Jahren wurden ähnliche Provokationen von der Staatengemeinschaft mit ‚Sorge beobachtet‘. Dieses passive Beobachten von nationalistischen Bestrebungen hat zu einem der dunkelsten Kapitel der europäischen Geschichte geführt. Das darf sich nicht wiederholen. Der Völkermord und das unendliche Leid der Menschen während des Kriegs in Bosnien sind uns noch in schmerzvoller Erinnerung. Deshalb ist die internationale Öffentlichkeit jetzt gefordert, die nötige Sensibilität zu zeigen und eine weitere Zuspitzung der Lage zu verhindern.

Auch den Völkern im Balkan kommt eine große Aufgabe zu. Sie dürfen nicht zulassen, dass man sie gegeneinander aufwiegelt. Die religiöse und kulturelle Vielfalt in der Region ist einzigartig in Europa. Sie zu erhalten und zu pflegen muss das gemeinsame Ziel sein.“

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