Freitagspredigt

Die Liebe unseres Propheten zur Umma

14. Oktober 2021 Rahla Koran
Rahla Koran

Verehrte Muslime!

In seiner endlosen Barmherzigkeit und Weisheit hat Allah seine Diener nach ihrer Erschaffung nicht alleine gelassen. Er hat Propheten geschickt und Bücher offenbart, um uns zu zeigen, wie wir ihm näher kommen können und wie wir unsere Beziehungen zu anderen Menschen besser gestalten können. Der letzte der Propheten, Muhammad Mustafa ﷺ, nimmt in diesem Zusammenhang den allerhöchsten Platz ein. Er hat Tag und Nacht alles dafür getan, seine Umma auf den rechten Weg zu bringen. Dabei hat er viele Opfer gebracht. Unermüdlich hat er sich für seine Umma eingesetzt. Im Koran heißt es: „Wahrlich, nun kam bereits ein Gesandter aus eurer Mitte zu euch. Schwer liegen eure Missetaten auf ihm. Fürsorglich ist er für euch! Gegen die Gläubigen (aber) ist er gütig und barmherzig.[1]

Liebe Geschwister!

Unser geliebter Prophet ﷺ sagte: „Für jeden Propheten gab es ein bestimmtes Duâ, das von Allah erfüllt wurde. Ich aber will mein Duâ solange aufheben, bis ich es als Fürsprache für meine Umma im Jenseits spreche.“[2]

Aus diesem Hadith entnehmen wir, dass unser Prophet ﷺ für immer mit seiner Umma zusammen ist. Er hat gesagt, dass er nicht nur in dieser Welt, sondern auch im Jenseits mit ihr zusammen sein wird.

Obwohl er sein ganzes Leben lang schwere und traurige Zeiten erlebt hat, hat er immer an seine Umma gedacht und für sie gebetet. Sogar als seine geliebte Frau Hadîdscha (r) und sein Onkel Abû Tâlib gestorben sind und sogar als er um seine verstorbenen Kinder trauerte, hat er sich weiterhin um seine Umma gekümmert.

Verehrte Muslime!

Über die Sehnsucht nach seiner Umma sagte unser Prophet ﷺ: „Ich wünschte mir, mit unseren Geschwistern zusammen zu sein“. Daraufhin fragten diejenigen, die bei ihm waren: „Sind wir denn nicht deine Geschwister, o Gesandter Allahs?“ Unser Prophet antwortete: „Ihr seid meine Freunde. Meine Geschwister sind diejenigen, die später auf diese Welt kommen werden und an mich glauben (obwohl sie mich nicht gesehen haben).“[3]

Lasst uns kurz über diesen Hadith nachdenken: Es hat viele Menschen zur Zeit unseres Propheten ﷺ gegeben, die nicht an ihn geglaubt haben, obwohl sie ihn gesehen haben. Es ist also ein großes Geschenk, wenn man zu denen gehört, die Jahrhunderte später an ihn glauben, seinem Weg folgen, ja sogar sagen: „Ich würde alles geben, meinen Besitz und mein Leben, wenn ich doch nur einmal den Gesandten Allahs sehen könnte!“

Liebe Geschwister!

Inschallah werden wir in der Nacht vom Sonntag zum Montag den „Mawlîd an-Nabî“, den Geburtstag unseres Propheten ﷺ begehen. Überall feiern Muslime den Mawlîd, auch in den Moscheen unserer Gemeinschaft. Diese Feiern wurden von den Gelehrten der Umma befürwortet und gefördert.

Solange man sich von unzulässigen Dingen (Bida) und Verschwendung fernhält, sind es Gelegenheiten, die man nicht verpassen sollte. Jahrhundertelang wurde während dieser Feiern über die Sîra und Hadithe unseres Propheten ﷺ gesprochen, Salawât und Kasîdas gesungen und Naat, also Lobgedichte auf den Propheten vorgetragen. Dadurch wurde die Liebe zu ihm vertieft und die Muslime daran erinnert, wie wichtig die Sunna ist.

Möge Allah uns zu denjenigen gehören lassen, denen am Tage der Auferstehung die Fürsprache unseres Propheten ﷺ zuteil wird, wenn er bittet: „O mein Herr! Meine Umma, meine Umma!“[4] Âmîn.

[1] Sure Tawba, 9:128

[2] Muslim, Îmân, 86, Hadith Nr. 199; Buhârî, Tawhîd, 31, Hadith Nr. 7474

[3] Muslim, Tahâra, 12, Hadith Nr. 249

[4] Musnad, Ahmad bin Hanbal, 15/387, Hadith Nr. 9623

 

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