Freitagspredigt

Hutba – „2000 Gesprächskreise“

04. Dezember 2009

Verehrte Muslime,

Nasîha, türkisch Nasihat, bedeutet, jemandem einen guten Rat zu geben, ihn zu guten Taten anzuspornen und von schlechten Dingen abzuhalten.

Unser Prophet sagte kurz und bündig: „Religion (Dîn) ist Nasîha.“ Als ihn seine Gefährten fragten, für wen dies gelte, antwortete er: „Gott, sein Buch und Gesandter sind für alle Verantwortlichen unter den Gläubigen (Mu’min) und die Muslime eine Nasîha.“ (Muslim, İmân, 95; Buhârî, İmân, 42)

Muhammad (saw) wies auch darauf hin, dass es eben diese Nasîha ist, die die Religion am Leben erhält. Aus diesem Grund ist es notwendig, uns gegenseitig mit guten Ratschlägen beiseite zu stehen. Wir sollten es aber nicht nur bei einem einfachen Rat belassen, sondern mit unserem eigenen Handeln ein Vorbild sein. Denn dies ist die wirkungsvollste Form von Nasîha.

Verehrte Geschwister,

als Muslime sollten wir die Nasîha nicht vernachlässigen und die Gelegenheiten nutzen, um einem unserer Geschwister einen guten Rat zu geben. Diese Praxis zu fördern, ist Absicht unseres Jugendverbands, der zwischen dem 4. und 20. Dezember erneut das Projekt „2000 Gesprächskreise“ durchführen wird.

Bei den Gesprächskreisen herrscht eine besondere Atmosphäre. Diese Treffen sollen Orte des Lichtes des Korans und der Zeit des Gesandten Gottes und seiner Gefährten sein.

Alle sind aufgerufen, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Ob alt oder jung, Mann oder Frau, alle sollen ihre Türen und Herzen öffnen, um an diesem verdienstvollen Vorhaben mitzuwirken. Besonders in der heutigen Zeit, in der die gegenseitigen Besuche von Freunden und Verwandten immer seltener werden, ist dieses Projekt wichtig.

Verehrte Muslime,

in der Sure Âraf sagt der Prophet Noah (as): Ich bestelle euch die Botschaft meines Herrn und rate euch gut und weiß von Allah, was ihr nicht wisst.

Alle Propheten haben dieselbe Botschaft. Denn sie alle wurden gesandt, um den Menschen das Gute zu vermitteln. „Ich rate euch gut“ bedeutet, dass Noah (as) den Menschen den besten Weg aufzeigt und ihnen das vermittelt, was gut und aufrichtig ist. So versuchen auch wir dem Beispiel Noas (as) zu folgen, indem wir von Schlechtem abraten und zum Guten motivieren.

Verehrte Geschwister,

im Koran heißt es: „Und die Gläubigen, Männer und Frauen, sind einer des anderen Freund. Sie gebieten das Rechte und verbieten das Unrechte „¦“ (Sure Tawba, [9:41])

Freundschaft verpflichtet uns dem Freund zum Guten zu raten. Gleichzeitig ist es ein Gebot des Glaubens. Denn dies wird auch in zahlreichen Versen zur Sprache gebracht.

Dies hat unser Jugendverband vor Augen, wenn heute Abend in verschiedenen Ländern Europas das Projekt „2000 Gesprächskreise“ gestartet wird. Wir laden alle ein, sich bei den Verantwortlichen zu erkundigen und an diesen Kreisen teilzunehmen.

Verehrte Muslime,

lasst uns unserer Jugend bei diesem Vorhaben helfen, nehmt euch ihrer an, egal ob als Gast oder Gastgeber. Lasst uns alle diese segenvolle Atmosphäre erleben.

IGMG-Irschadabteilung

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