Freitagspredigt

Zakat, Infâk, Fidya und Fitra

05. März 2026 Koran Seite Tasbih Orange
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Verehrte Muslime!

Iman und Amal, also Glaube und Handlung, gehören untrennbar zusammen. Ein Muslim weiß, dass es zum Iman gehört, auf gottgefällige Weise seinen Unterhalt zu verdienen und auch auf gottgefällige Weise zu konsumieren. Darüber hinaus gehört es zum Iman, mit anderen zu teilen, was man besitzt. Besitz ist nämlich etwas, das uns von Allah anvertraut wurde und andere, vor allem Bedürftige, haben ein Recht haben daran.

Allah lehrt uns, was Güte und Aufrichtigkeit wirklich bedeuten: „Religiös ist, wer sein Geld, auch wenn er selbst Bedarf hat, für seine Angehörigen und die Waisen, die Armen und den Reisenden, die Bettler und die Gefangenen ausgibt; und wer das Gebet verrichtet; und wer die Zakat zahlt; und die, welche ihre eingegangenen Verpflichtungen einhalten und in Unglück, Not und Gefahr standhaft sind: Sie sind es, die aufrichtig und gottesfürchtig sind.“[1]

Die Zakat ist eine der fünf tragenden Säulen des Islams. Der Gesandte Allahs (s) sagte: „Spenden und Zakat vermindern den Besitz nicht.[2] Vielmehr bewirkt sie Gutes: Die Zakat reinigt das Vermögen, das Herz und schafft Ausgleich in der Gesellschaft. Unser Prophet hat die Zakat als ein sichtbares Zeichen des Muslimseins beschrieben.

Liebe Gemeinde!

Das Geben für Allah ist nicht auf die Zakat begrenzt. Jede aufrichtige Gabe für Allah ist Infâk. Die Hand, die einem Armen gereicht wird, das Herz, das sich eines Waisenkindes annimmt, die Unterstützung, die einem Verschuldeten Erleichterung verschafft, all das ist Infâk. Allah verspricht denen, die glauben, das Gebet verrichten und Zakat geben, großen Lohn. Das zeigt uns, dass Teilen nicht nur das Jenseits erhellt, sondern auch im Diesseits Frieden schenkt.

Die Fitra ist eine besondere Form des Gebens. Sie ist der Dank dafür, dass wir den Monat Ramadan erleben durften. Jeder Muslim, der über seine grundlegenden Bedürfnisse hinaus über Besitz verfügt, ist verpflichtet, für sich selbst und für die Menschen, für die er Verantwortung trägt, die Fitra zu entrichten. Sie soll vor dem Fest gegeben werden, damit auch Bedürftige das Fest mit Würde und Ruhe begehen können. Fitra darf an dieselben Personen gegeben werden, die auch Zakat empfangen dürfen. Wer keine Zakat erhalten darf, darf auch keine Fitra erhalten.

Fidya geben jene, die aus gesundheitlichen Gründen nicht fasten können und keine Möglichkeit haben, das Fasten nachzuholen. Für jeden versäumten Tag wird ein Betrag gegeben, der ausreicht, um einen Bedürftigen zu sättigen. Die Höhe der täglichen Fidya entspricht der festgelegten Fitra. Auch dies ist Ausdruck verantwortungsvoller Dienerschaft gegenüber Allah.

Zakat, Infâk, Fitra und Fidya sind tragende Säulen sozialer Gerechtigkeit und gelebter Geschwisterlichkeit. Lasst uns großzügig geben und unseren Besitz mit Segen erfüllen, unsere Herzen reinigen und die Bedürftigen erfreuen. Lasst uns den Segen des Ramadans nutzen, indem wir uns an der wertvollen Zakat- und Fitra-Arbeit von HASENE beteiligen.

Möge Allah uns zu denen gehören lassen, die geben, sich ihrer Verantwortung bewusst sind, aufrichtig sind und Gottesfurcht leben. Möge er unsere Gebete, unser Fasten sowie unsere Zakat und unsere Spenden annehmen. Âmîn.

[1] Sure Bakara, 2:177

[2] Muslim, Birr, 69

 

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