Pressemitteilung

In tiefer Trauer gedenken wir den Opfern des Massakers von Srebrenica

10. Juli 2012

„Offiziellen Angaben zufolge wurden 8.737 Menschen allein aufgrund ihrer islamischen Identität in Srebrenica ermordet. Inoffizielle Schätzungen gehen von mehr als 10.000 Opfern aus. Vor Ausbruch des Krieges lebten 30.000 Bosnier in Srebrenica, aktuell leben dort nur noch um die 4.500. Heute noch werden Massengräber gefunden. Anhand der Knochen wird versucht, die Opfer zu identifizieren. Die Hinterbliebenen befinden sich auch 17 Jahre nach dem Genozid in tiefer Trauer und wünschen sich zumindest eine Grabstätte, an der sie für ihre ermordeten Angehörigen beten können.

Das Massaker vom 11. Juli 1995 ist als Schandfleck in die Geschichte eingegangen. Die brutale Ermordung tausender Frauen und Männer, Kinder und Erwachsene mitten in Europa und vor den Augen der Weltöffentlichkeit, verurteilen wir als ein Vergehen an der Menschheit und gedenken der Opfer in tiefer Trauer.

Selbst einflussreiche Staaten haben diesen Völkermord tatenlos und stillschweigend aus der Ferne beobachtet. Obwohl die Vereinten Nationen Srebrenica zur Schutzzone erklärt hatten, konnten niederländische UN-Soldaten Tausende Hilfe suchende Bosnier nicht schützen können.

Wie bedeutend Leben in Einheit und Frieden ist, hat sich nach dem Massaker von Srebenica ein weiteres Mal gezeigt. Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, Akzeptanz anderer Kulturen sowie deren Glauben sind bedingungslos zu respektieren.

Wir alle stehen gemeinsam in der Verantwortung, unseren Beitrag dazu zu leisten, damit sich ein solcher Massenmord nicht wiederholt. Es ist unsere Grundpflicht, dazu beizutragen, eine Welt aufrechtzuerhalten, in der Menschenrechte garantiert sind.“