Gemeinschaft

KRM: Weitere Schritte für eine vorurteilsfreie Medienberichterstattung sind notwendig

02. Juni 2012
„Gerade  solche  Studien,  die  sich  kritisch  mit  einer  gesellschaftlich  relevanten
Thematik  wie  der  Medienlandschaft  und  dem  Umgang  von  Muslimen  mit  Medien beschäftigen,    sind    sehr    zu    begrüßen“,    kommentiert    der    Sprecher    des Koordinierungsrats der Muslime (KRM) Ali Kızılkaya.
Die    Studie    zeigt    auf,    dass        gerade    keine    Bildung    von    parallelen
Mediengesellschaften,      sondern      vielmehr      eine      kritische      Mediennutzung vorherrschend  ist.  Weiterhin  zeigt  sie  den    Vorteil  der  Mehrsprachigkeit  auf,  da  Muslime in Europa der Studie zufolge die hiesigen Medien mit der Berichterstattung der Medien ihrer Ursprungsländer vergleichen, um sich dann eine eigene Meinung zu bilden.“Die  Mehrsprachigkeit  ermöglicht  ihnen    einen  breiteren  Zugang  zu  globalen

Informationen. Die Vernachlässigung der mehrsprachigen Erziehung durch die Politik
sollte nach diesen Ergebnissen überdacht werden“, so  Kızılkaya.Besorgniserregend   ist   die   Empfindung   vieler   Muslime,   dass   sie   sich   von

islamfeindlichen Berichterstattungen bedroht  fühlen. „Wenn Muslime in den Medien
häufig  in  negativen  Zusammenhängen  als  Angehörige  des  Islams  besonders
hervorgehoben   werden,   darf   man   sich   über   solch   eine   Wahrnehmung   nicht wundern“,  stellt    der  KRM  Sprecher  fest  und  führt  weiter  aus:  „Allerdings    ist  es positiv zu bewerten, dass gerade solche Berichterstattungen in der letzten Zeit stark nachgelassen haben. Die Schritte  zu einer vorurteilsfreien Medienberichterstattung müssen jedoch weiter ausgebaut werden. “, so Kızılkaya abschließend.
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