Gemeinschaft

Opfertierkampagne auf den Philippinen

30. November 2009

Der Inselstaat Philippinen besteht aus insgesamt 7107 Inseln und liegt in Südost-Asien.

1520 von Magellan entdeckt, machten die Philippinen bereits im 13. Jahrhundert Bekanntschaft mit dem Islam. 

Während der spanischen Kolonisierung, ab dem 16. Jahrhundert, wurden die Inselbewohner einem harten Christianisierungsprozess unterworfen. Die einzigen Regionen, die von der Kolonisierung und der Missionierung unbeeinflusst blieben werden seit je her „Moro“ genannt. In dem Land mit der jahrhundertelangen muslimischen Kultur sind auch Spuren der Osmanen zu finden. Einige Moscheen und andere Bauten wurden mit der Unterstützung der Osmanen gebaut.

Heute sind ca. zehn Prozent der Gesamtbevölkerung Muslime. Die etwa vier Millionen Muslime leben unter sehr schweren Bedingungen. Die zunehmende Missionierung in den letzten 50 Jahren und die Ausschreitungen im Land erschweren die Situation zusätzlich.

Wegen der Armut, der Politik und den Ausschreitungen im Land gehören die Philippinen zu den Ländern, die am dringendsten Hilfe benötigen.

Enes Poyraz, zuständig für die IGMG-Opfertierkampagne auf den Philippinen, berichtete von seinen Eindrücken: „Das Muslim Teachers College ist außen und innen in einem katastrophalen Zustand. Die Schüler werden unter sehr schlechten Bedingungen unterrichtet. Die Decken in den Klassenräumen sind undicht, so dass einige Räume unter Wasser stehen. Zudem sind auch viele Fenster kaputt. Ein Lehrer erhält nur umgerechnet 140 Euro Gehalt. Trotzallem sind die SchülerInnen sehr motiviert und erfolgreich. Unsere Präsenz dort erfreute Schüler und Lehrer sehr, denn dies zeigte ihnen, dass ihre muslimischen Geschwister sie nicht vergessen haben.“

Die IGMG beabsichtigt, die Hilfe auf den Philippinen auch außerhalb der Opfertierkampagne fortzusetzen. (fy)

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