Millî Görüş e.V.
D-51067 Köln
„Die Erfassung islamfeindlicher Straftaten ist unvollständig, die offizielle Liste der Bundesregierung weist viele Lücken auf. Besorgniserregend ist die lasche Haltung von Ermittlungs- und Sicherheitsbehörden nach antimuslimischen Delikten“, erklärt Bekir Altaş, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG). Anlass ist die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag über „Islamfeindlichkeit und antimuslimische Straftaten im ersten Quartal 2017“ (BT-Drucksache 18/12319). Danach erfassten Polizei und Verfassungsschutz Anzeigen zu 208 Straftaten mit islamfeindlichem Hintergrund. Außerdem wurden 15 Übergriffe auf Moscheen registriert. Bekir Altaş weiter:
„Der feige Anschlag in Kabul versetzt uns in tiefe Trauer. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen“, so Kemal Ergün, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), anlässlich des Terroranschlags in Kabul, bei dem mindestens 90 Menschen getötet und über 400 verletzt wurden. Ergün weiter:
In einer 60-teiligen YouTube-Videoreihe erklärt die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) unter dem Titel „FAQih“ den Islam. Mit ausgewiesenen Experten sollen Themen wie Ramadan, Gebet oder Seelsorge aus muslimischer Sicht erklärt werden. Auch aktuelle Themen sollen in den 3-5-minütigen Videos angesprochen werden: etwa Schwimmunterricht, politische Partizipation, Flüchtlingshilfe oder soziale Verantwortung. Dabei geht es um Grundlegendes zur Lehre und Praxis des Islams sowie um die Kommentierung aktueller Ereignisse aus islamischer Perspektive.
„Auf internationalen Bühnen predigt die Bundesregierung Religionsfreiheit, auf nationaler Ebene schränkt sie sie ein, insbesondere wenn es um den Islam geht“, erklärt Bekir Altaş, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), anlässlich der internationalen Konferenz „Friedensverantwortung der Religionen“, die am heutigen Montag (22. Mai 2017) im Auswärtigen Amt von Außenminister Sigmar Gabriel eröffnet wurde. Bekir Altaş weiter: