Freitagspredigt

Hutba – Kurban: Eine Tat für die Annäherung an Allah teala

17. November 2006

Verehrte Geschwister!

Kurban bedeutet ein Tier zu einer bestimmten Zeit, nach einem bestimmten Ritual mit der Absicht eines Gottesdienstes zu opfern. Wörtlich bedeutet Kurban, sich anzunähern. Damit ist die Annäherung an Allah teala gemeint, die sich die Gläubigen mit diesem Gottesdienst erhoffen.

Die Kurbanpflicht ist im Koran sowie in der Sunna des Propheten festgelegt. Falls ein Muslim finanziell in der Lage ist, ein Opfertier zu opfern, gibt es für ihn keine Entschuldigung, diesen Gottesdienst nicht zu verrichten. Schließlich sagt Allah teala im Koran: “ Darum bete zu deinem Herrn und opfere!“ (Kauthar 2)

Wiederum heißt es in einem Hadis des Propheten: „Jemand der die Möglichkeit hat zu opfern und dies trotzdem nicht tut, soll sich unseren Gebetsstätten nicht nähern“ ( İbn Mâce, Edâhı, 2; Ahmed b. Hanbel, Müsned, II, 321)

Aus dieser Überlieferung sehen wir die Wichtigkeit des Opferns.

Liebe Brüder und Schwestern!

Das Opfern wird nur zur Annäherung und für das Erlangen des Wohlwollen Allah tealas verrichtet. Das heißt, wir Geschöpfe stellen damit unserem Schöpfer unsere Hingabe und Annäherung unter Beweis. Auch im Koran wird betont, dass sich Abraham und sein Sohn „ergeben gezeigt“ haben. Die Opferbereitschaft Abrahams und auch das Opfer der Muslime soll also Ausdruck der unbedingten Hingabe, des bedingungslosen Gehorsams des Menschen gegenüber seinem Schöpfer sein. Der Gläubige, der opfert, stellt damit sein ganzes Leben Allah teala zur Verfügung.

Verehrte Gemeinde!

Wir können unseren Glauben nur dann vollkommen praktizieren, wenn wir Opferbereitschaft zeigen“¦Wir müssen für unsere Religion von unserer Zeit, unserem Leben und von unserem Vermögen opfern. Als Gegenleistung werden wir dann die unendliche Glückseligkeit und den Frieden erlangen. Der Kurban ist nicht nur ein Gottesdienst, bei dem man ein Tier opfert und ein paar Pfund Fleisch an die Bedürftigen spendet. Es bezweckt weitaus mehr als das.

Einerseits zeigt das Opfern die Hingabe und Aufrichtigkeit eines Gläubigen. Denn wir wissen, dass bei Allah teala beim Opfern nur die reine Absicht zählt und nicht das materielle Fleisch oder Geld. Unser Herr sagt dazu im Koran : „Weder ihr Fleisch noch ihr Blut erreicht Allah, jedoch erreicht Ihn euere Frömmigkeit“¦“ (Hajj 37)

Andererseits ist das Opfer ein Zeichen und ein offener Beweis der Solidarität und Hilfsbereitschaft im Islam. Denn es ist Pflicht, dass zwei Drittel des Opfertieres an Bedürftige und Arme gespendet werden. Oft wird sogar das ganze Opfertier gespendet.

Eine Solidarität mit der siebzig-achtzigtausende von Bedürftigen erreichen könnt. Damit zeigt ihr eure Brüderlichkeit euren Brüdern und Schwestern in 60 verschiedene Ländern und gewinnt so ihre Bittgebete. Wer weiß? Vielleicht bleiben wir diesen Bittgebeten zuliebe standhaft und garantieren unseren Familien Harmonie und Schutz. Wenn die Zahl der Opfertiere von fünfzigtausend auf hunderdtausend oder sogar auf zweihunderdtausend steigt, wird man erkennen, dass man nur mit einem Pfund Opferfleisch den Bund des Weltfriedens stärken und somit in die Herzen die Samen des Friedens und der Liebe säen kann.

Also liebe Geschwister,

nehmen wir an der 22.zigsten Opfertierkampagne teil und fangen wir mit der Planung an und bilden für die rege Teilnahme gut organisierte Ausschüsse. Finden wir uns nicht ab nur in unseren eigenen Kreisen diese Kampagne auszuführen, sondern laden wir alle Muslime in unserem Umkreis zu dieser wohltätigen Aktion an. Erreichen wir die Menschen mit unseren Videos, Flyer und Plakate und bringen wir sie unserer Opfertierkampagne näher. Also seid ihr bereit Schulter an Schulter mit einer Opfertierspende Wohltat und Wohlwollen zu erlangen und mit euren Spenden zu beweisen, dass die Menschheit und die Vernunft nicht ausgestorben sind?

IGMG Irschad-Abteilung

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